1907 – 2011

In memoriam Sportclub Eisenstadt

Im Jahre 1907 wurde im Westen der ungarischen Hälfte des k. u. k. Kaiserreiches der Kismartoner Football Club gegründet. Seine ersten, spielerischen Gehversuche begann der junge Verein mit Duellen gegen einen Verein aus Ödenburg, der Hauptstadt Deutsch-Westungarns.

Nach dem Ersten Weltkrieg, als es auch mit der Monarchie in Österreich-Ungarn zu Ende ging, wurden Teile von Deutsch-Westungarn (1921) zum neuen Bundesland Österreichs – Burgenland genannt -, dessen Hauptstadt Eisenstadt (Kismarton) wurde (1925).

Nach dem Zweiten Weltkrieg dauerte es noch einige Jahre, bis der SC Eisenstadt zu einer fixen Größe im burgenländischen bzw. im ostösterreichischen Fußball wurde. 1967 war es dann aber soweit: Als Meister der Regionalliga Ost stieg der SCE in die Nationalliga auf. Knapp zwanzig Jahre gehörte der SCE den beiden höchsten, österreichweiten Leistungsklassen im alpenländischen Fußballsport an, wurde u. a. Meister der 2. Division und gewann den einst hoch angesehenen Mitropa-Cup.

Ende der Achtzigerjahre stand der Verein vor einem Scherbenhaufen. Hohe Schulden drückten auf den Lebensnerv und die Jahre als „bester Verein des Landes“ und die damit verbundenen Zuwendungen, sorgten über Jahre dafür, dass der SCE nicht überall im Burgenland gemocht wurde. Die Post-Bundesliga-Jahre waren nicht einfach und es folgten sogar drei Abstiege in die Landesliga. Ein letzter „Kraftakt“ sollte den SCE wieder an „alte Zeiten“ heranführen, doch der führte den Klub keineswegs in eine gesicherte Zukunft.

Zu Beginn des Jahres 2008 wurde erneut ein Konkursverfahren eingeleitet und noch während der Frühjahrsmeisterschaft der Regionalliga Ost wurde der Spielbetrieb eingestellt…

Damit der SC Eisenstadt, kurz SCE genannt, nicht vollständig vergessen wird, sei ihm diese Plattform gewidmet.
1907 – 26.08.1953 – 02.04.2011

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The Captain’s tale (die Websi-Chroniken)

Wer ganz viele Tore schießt, dem sind der Ruhm und sein Platz in den Geschichtsbüchern sicher. Doch eine Mannschaft besteht nicht nur aus Stürmern. Es gilt nicht nur Tore zu erzielen, sondern auch Gegentreffer zu verhindern und Impulse nach vorne zu setzen. Diese kleine Geschichte handelt aber nicht über einen der vielen legendären Torhüter des Sportclub Eisenstadt. Nein, sie handelt von einem der besten Spieler, die der SCE in seiner Geschichte am Feld stehen hatte: Jürgen Weber, langjähriger Kapitän des Sportclub Eisenstadt!
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Das Dosti-Epos (1997 – 2002)

Am Donnerstag, den 10. Juli 1997, trug der SC Eisenstadt ein Testspiel in Sankt Margarethen aus. Also nichts wie hin, nach „Magredn“. Zusammen mit meinem Vater positionierte ich mich hinter jenem Tor, das den Kabinen ganz nahe ist. Vor dem Spielbeginn beobachteten wir, wie ein paar Spieler, die ich noch nicht kannte, fotografiert wurden. Aha, das sind die Neuzugänge…
Das Spiel selbst riss niemanden vom Sitz, aber eine Szene bleibt mir wohl ewig in Erinnerung. Einer der Neuzugänge kam ohne gröberes Zutun eines Gegenspielers im Strafraum der „Magreda“ zu Fall. Dies entlockte dem Tormann, der niemand geringerer als Ex-SCE-Keeper Gerhard „Löwe“ Horvath war, folgenden – mit einem breiten Lächeln versehenen – Spruch: „Du Burgtheater! Du nix Fußballer, du Schauspieler.“

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Kismarton versus Nagymarton

Mattersburg! Ein Ort im Burgenland, der auch einen Fußballverein hat – die Sportvereinigung Mattersburg. Auch wenn in den schon viele Jahrzehnte zurückliegenden Meisterschaftssaisonen Spiele gegen Siegendorf und Neufeld den allerhöchsten Stellenwert hatten, so rangierten die Duelle mit dem SVM gleich dahinter. Speziell in den Neunzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts lieferte sich der SCE immer einen heißen Tanz mit dem Nachbarn aus Mattersburg.
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Im Schatten (1959/60)

Dass es in der burgenländichen Landeshauptstadt neben dem SCE auch andere Fußballvereine gab, ist bekannt und wurde hier auch schon in anderen Berichten dokumentiert.
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Ein letztes Mal in der 1. Klasse (51/52)

In den ersten Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges spielte der Sportclub Eisenstadt nur eine untergeordnete Rolle im burgenländischen Fußball. Im Sommer 1950 schaffte der SCE den Aufstieg in die oberste Liga des Burgenlandes, doch schon im Jahr darauf fanden sich die Hauptstädter in der 1. Klasse Nord (bzw. 1. Klasse A) wieder.
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Längst Vergessenes – Teil IV

Vereine, bei denen man nicht auf Anhieb weiß, aus welcher Stadt sie kommen, haben etwas Besonderes an ihnen haften. Vor ein paar Jahren bemühte man vergeblich den alten Schulatlas, um sie im jeweiligen Land zu finden – gilt natütlich auch bei Vereinen, die beispielsweise nach einem Stadtteil benannt sind. Heute muss man – falls man es nicht eh schon weiß – nur mehr kurz im Internet danach suchen.
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Längst Vergessenes – Teil III

Erfolg, Erfolg, Erfolg! Man will immer Erfolg haben! Erst dann kommen sie alle daher. Die „Prominenz“ ist plötzlich „Fan“ vom Verein, die Politik versucht vom „Hoch“ zu profitieren und hofft dank dem Schauspiel fürs einfache Volk Stimmen bei der nächsten Wahl zu lukrieren. Die Medien überschlagen sich mit Superlativen…
Vorher – oder nachher – interessiert sich keiner so richtig dafür, außer dem „einfachen Mann“, der seinem Verein treu folgt, egal, ob im „Hoch“ oder im „Tief“ – wie man das auch immer definieren mag. Ist man Teil eines erfolgreichen Vereines ist es natürlich um einiges leichter, doch davon handelt dieser Bericht überhaupt nicht!
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