Armeeklub SCE?

Armeeklub SC Eisenstadt (AZ):
Vienna sucht Schutz beim WFV
Dr. Tschank verfasste den Brief an das Bundesheer
Die Vienna hat den Wiener Fußballverband um Hilfe gebeten. Die Döblinger haben seit Tagen Beweise, dass der Nationalligakonkurrent SC Eisenstadt einen die Vienna herabsetzenden Brief an das Bundesministerium für Landesverteidigung gesandt hat. Doktor Tschank, bis 1969 geschäftsführender Obmann bei dem burgenländischen Klub, augenblicklich Rechtsberater des Vereines, verfasste das Schreiben, in dem die Burgenländer ihre Bereitschaft bekunden, künftig anstatt der ebenfalls an einer „Ehe“ mit dem Bundesheer interessierten Vienna Heeressportklub zu werden. Weiters wies Dr. Tschank darauf hin, dass es nicht im Sinne der Fußballreform sei, dass mehr als zwei Wiener Vereine in der Bundesliga spielen. Die Grundidee der Reform, aus jedem Bundesland ein Bundesligaklub, sollte verwirklicht werden.
Der WFV steht hinter der Vienna: „Wir werden die Vienna an berufener Stelle nachhaltig in Schutz nehmen, um den Wiener Klub vor eventuellem Schaden zu bewahren.“
Beim Bundesheer ist man sichtlich überrascht, dass nun schon zwei Nationalligaklubs mit dem Titel Armeesportklub liebäugeln. Dr. Satorius, Sprecher des Bundesheeres, bremst die in das Heer als Sponsor gesteckten Erwartungen ein: „Wir können und wollen auch nicht Steuergelder in den Fußball investieren. Wir würden lediglich einen Vertrag eingehen, der für beide Teile Nutzen bringt. Beispiel: Die Vienna stellt uns den Platz zur Sportausübung zur Verfügung – dafür hält das Bundesheer die Anlage in Ordnung. Außerdem könnte die Mannschaft bei Reisen in die Bundesländer Kasernen zur Nächtigung benützen.“

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