Die Entstehung eines Vorwortes.

Die wahre Geschichte über die Entstehung eines Vorwortes für die Chronik „100 Jahre SC Eisenstadt“:

Mitte November 2006 fing ich damit an, allen Personen, von denen ich gerne ein Vorwort für die Chronik haben wollte, eine Anfrage per e-mail zu schicken.
Von elf der zwölf angeschriebenen Persönlichkeiten erhielt ich das Vorwort sehr promt beziehungsweise, nachdem sich die Person bei mir meldete und um „Aufschub“ bat, innerhalb des vereinbarten Zeitraumes.

Doch ein Vorwort traf nicht ein… Der November verging und seitens dieser Person kam auch sonst keine Art von Nachricht. Am 5. Dezember 2006 sandte ich erneut ein e-mail, bezog mich auf jenes vom 11. November und bat um Zusendung des Vorwortes bis 13. Dezember 2006.

Die Tage vergingen, doch es traf weder ein Muh noch ein Mäh ein. Am Abend des besagten 13. Dezembers schrieb ich wieder ein e-mail, bezog mich auf die beiden vorangegangenen Anfragen und bat abermals um Verfassung eines Vorwortes, da es sehr traurig wäre, würde von dieser Institution keines einlagen und die dafür vorgesehene Seite leer bleiben müssen. Ich setzte eine Frist bis 20. Dezember 2006, da eine spätere Zusendung nicht mehr berücksichtigt werden könne.
Für den Fall, dass keine Absicht bestünde, ein Vorwort zu verfassen, bat ich um kurze Rückmeldung.

Siehe da! Noch am selben Abend erhielt ich die Nachricht, dass ich demnächst das Vorwort erhalten werde.

Es vergingen allerdings sehr viele Tage, mehr, als mir der Schreiber versprochen hatte.
Ja, selbst das Jahr 2006 ging zu Ende und es traf kein Vorwort ein.

Für den SCE selbst brachen derweilen ganz schwere Zeiten an, war er doch unlängst gesperrt worden und kämpfte um die Existenz.

Die Wochen vergingen und ich fand mich damit ab, dass dieses Vorwort nicht eintreffen würde, und die dafür vorgesehene Seite – mit entsprechendem Hinweis – eben leer bleiben würde.

Gut zwei Monate nach dem schriftlichen Versprechen, das Vorwort zu senden, war der Clubchef im Büro der Institution, die sich nicht an Versprechen hielt. Dort wurde er gefragt, ob er Kontakt zu mir habe, denn sie versuchen schon mich bezüglich des Vorwortes zu erreichen, blieben dabei ohne Erfolg.

Sehr dürften sie sich aber nicht angestrengt haben beziehungsweise zu Übertreibungen neigen. Fakt ist, dass ich an diesem Tag ein e-mail bekam. Der Wortlaut: „ich ersuche um dringenden Rückruf wegen des Vorwortes zur Festschrift 100 Jahre SCE“

An dieser Stelle muß ich noch erwähnen, dass zu dieser Zeit der Fortbestand des SCE – vorerst ! – feststand. Dadurch dürfte man sich bei diesen Herren daran erinnert haben, dass da eine Chronik im Entstehen ist und das Fehlen ihres Vorwortes wohl etwas peinlich wäre.

Nach all den Monaten des Nachfragens und der leeren Versprechungen war mir diese plötzliche Kontaktfreudigkeit mehr als egal und schenkte diesem Ansuchen nur geringe Beachtung.

Fünf Tage später kam dann ein weiteres e-mail: Wortlaut: „leider hat es etwas länger gedauert, beiliegend das erbetene Vorwort + foto“

Ich ließ es mir nicht nehmen und antworte: „…. etwas länger gedauert? Können Sie mir bitte erklären, warum Sie auf die ersten zwei Anfragen nicht reagiert haben bzw. Ihr Versprechen nach der dritten Anfrage nicht eingehalten haben?
Nicht umsonst habe ich vermerkt, dass eine spätere Zusendung nicht berücksichtigt werden kann! Wir werden sehen, was ich machen kann.
PS: auf meine Frage möchte ich eine Antwort haben!

Ich erhielt natürlich keine Antwort…
Ich gab auch der Bitte der Clubführung nach und fügte das Wischi-Waschi-Vorwort widerwillig in die Chronik ein.

Ach ja, besagtes Vorwort ist jenes von BFV-Präsident Karl Kaplan, das natürlich – wie die Hälfte der anderen Vorwörter – von einem Ghostwriter verfasst wurde.
Die ganze Kommunikation fand mit einem hohen Beamten des BFV statt.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Chronik 100 Jahre SCE veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.