Glückwünsche

In der Saison 1968/69 war’s, als der SCE tief im Abstiegssumpf steckte. Doch dann gab es doch noch das „Happy End“, worüber man mehr in der Chronik des SC Eisenstadt erfahren kann.
Glückwunschflut in Eisenstadt (AZ)
Erfolgsprämie der Burgenländer für Wacker Innsbruck

Telegramme, Briefe, Karten, Telephonanrufe häufen sich im Sekretariat des Fußballklubs Eisenstadt: Glückwünsche zum Weiterverbleib des Klubs in der Nationalliga. Zu den Gratulanten zählen auch Landeshauptmann Kery und Eisenstadts Bürgermeister Tinhof (Anm.: Ein Cousin meines Großvaters).

Von der Hauptsorge befreit, denkt die Vereinsleitung nun schon an die Formung der Mannschaft für die kommende Saison. Neun Kaderspieler hatten sich zu einer Zeit abgemeldet, als Eisenstadts Nationalligazugehörigkeit noch unsicher war. Nun dürfte es nicht allzu schwierig sein, die meisten der Abgemeldeten zum Bleiben zu veranlassen. Trainer Pfeiffer möchte einen isländischen Stürmer zu Eisenstadt bringen.
Die Vereinsleitung macht kein Hehl daraus, dass sie den Spielern von Wacker Innsbruck eine Prämie für einen Sieg in Bregenz versprochen hat. Die Prämie ließen sich die Innsbrucker prompt nicht entgehen. (Anm. GT: Innsbruck gewann in Bregenz mit 2:1)

Nicht Eisenstadt oder Wattens (wie es allgemein erwartet worden war), sondern Schwarzweiß Bregenz muss neben Donawitz als zweiter Nationalligaklub zurück in die Regionalliga. Das ist für einen Verein wie Schwarzweiß Bregenz, der viele Jahre den Vorarlberger Fußball repräsentiert hat, ein harter, aber gewiss nicht endgültiger Rückschlag. Er sollte allerdings nicht, wie dies ein Vorarlberger Kritiker tat, Anlass zu unbeweisbaren Verdächtigungen wegen angeblicher Schiebungen sein. Denn so schmerzhaft auch der Abstieg für die Betroffenen sein mag: Die Entscheidung ist ohne Frage einwandfrei zustande gekommen.

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