Oriental del Uruguay i austral del Danubio

Am 13. Juli 2012 verstarb der ehemalige Spieler des SCE, Ruben Plaza, überraschend. Zum Andenken an Ruben Plaza möchte ich an dieser Stelle einen kleinen Überblick über seine Fußball-Karriere in Österreich, wo er schließlich auch heimisch wurde, geben.

© Gerhard Tinhof / sce1907.wordpress.com

Es war im Sommer 1979, als ein zwanzigjähriger Junge aus der uruguayischen Hauptstadt Montevideo ins Visier des österreichischen Spitzenklubs FK Austria Wien geriet. Ruben Plaza spielte bei einem der beiden Topklubs des Landes, Club Nacional de Football, kurz Nacional genannt.
Nacional und CA Peñarol waren die unangefochtenen Giganten im Land des zweifachen Weltmeisters. Und eben von den Spieler-Qualitäten, die es bei diesen Großklubs gab, versuchte die Wiener Austria mit der Verpflichtung des aus Candelones stammenden Talents Ruben-Eduardo Plaza zu profitieren.

Der Deal wurde perfekt gemacht und der junge Bursche aus dem Land östlich des Uruguays fand seine neue Heimat südlich der Donau (daher meine bestimmt nicht ganz korrekte Übersetzung als Beitragstitel).

Mitte Juli 1979 wurde verkündet:
(AZ) Austria: Nun kommt Plaza
Der Brasilianer Marcello Francesco hat schon kurz mit der Wiener Austria trainiert, wann der zweite Südamerikaner zu den Violetten kommt, ist nur noch eine Frage der Zeit. Der 20jährige Ruben Plaza von Nacional Montevideo wurde von seinem Klub an die Austria freigegeben.

Faksimile – Arbeiter-Zeitung Online Archiv:

Bis Ruben Plaza in Wien eintraf, dauerte es noch und die Austria begab sich auf eine Reise ins nordfranzösische Lille, wo sie bei einem Turnier im „Halbfinale“ auf AS Saint Etienne trafen. Vor dem Abflug wurde Austrias Vize Dr. Eric Geutner von der AZ befragt. Unter anderem auch über Neuverpflichtungen: (AZ) „Wir haben uns kaum im Inland nach Verstärkungen umgesehen, denn wenn wir heute um einen Spieler kommen, dann werden hier für jeden, der gerade gehen kann, Millionenbeträge verlangt. Der junge Brasilianer Marcello Francesco wurde von Jacare beobachtet und der Uruguayaner Ruben Plaza, der in den nächsten Tagen kommt, von Morales, mit dem er auch zeitweise in einer Mannschaft spielte. Sicher werden beide Umstellungsschwierigkeiten haben, doch wir wissen, was sie können. Ich war selbst in Südamerika und hätte einen fertigen Klassespieler bekommen können, doch wir haben uns darauf nicht eingelassen.“

Seine künftigen Kollegen und der neue Austria-Trainer Erich Hof schwärmten vom neuen Stadion, das im Vorort Villeneuve-d’Ascq erbaut wurde. Vor rund 12.000 Besuchern unterlagen die Violetten den Grünweißen aus Frankreich (AS St. Etienne) mit 3:4 und mussten nun im Spiel um Platz Drei gegen den belgischen Vertreter Beveren-Waas antreten (das Spiel ging 2:4 verloren).

Indes trainierte Ruben Plaza in Wien zum ersten Mal im Trainingsanzug der Wiener Austria:
Faksimile – Arbeiter-Zeitung Online Archiv:

Für die Austria ging es im Trainingslager in Lindabrunn weiter… und während sich die fünf österreichischen Vertreter im Intertoto-Cup am laufenden Band blamierten, fand am 1. August 1979 ein „brisantes“ Freundschaftsspiel gegen den RSC Anderlecht statt. Brisant deshalb, weil diese Paarung am 3. Mai 1978 das Finale im Europapokal der Pokalsieger war. Die Belgier gewannen damals in Paris glatt mit 4:0!

Das Spiel endete 2:2 und Ruben Plaza dürfte dabei wohl noch nicht zum Einsatz gekommen sein.

Am 7. August 1979 fand ein weiterer „Kracher“ in der Vorbereitung statt, nämlich gegen Ajax Amsterdam. Die AZ schrieb: „Ruben gegen Ajax“ (…) Sicher ist, dass die Spielmacher Prohaska und Baumeister auch diesmal fehlen werden und der Uruguayer Ruben Plaza – von seinen Mitspielern nur Ruben genannt – eine Chance erhalten soll. (…)

Die Austria gewann 5:1 (Ruben Plaza dürfte wohl nicht mitgewirkt haben).

Die neue Saison begann am 18. August 1979 mit dem Auswärtsspiel bei Sport-Club/Post. Vor gut 11.000 Zuschauern trennten sich die beiden Teams mit 2:2. Danach traten die Mannschaften zum Elfmeterschießen an. Ja richtig! Fußball-Österreich hatte wieder eine fragwürdige Sonderheit zu bieten. Nach einem Remis traten die Teams zum Shoot-out an, um Punkte für die „Prämientabelle“ zu ergattern. Der WSC/Post gewann dabei 4:2 und beispielsweise gab es bei Admira Wacker vs. GAK (1:1 nach 90 Minuten) ganze 28 Penalties zu bewundern – die Südstädter gewannen 11:10!

Unter der Woche stand das Cup-Spiel der 2. Runde gegen den SV Heid Stockerau auf dem Programm und in der Alten Au trug Ruben Plaza erstmals bei einem Pflichtspiel das Dress der Wiener Veilchen. In der 77. Minute wurde er für den Burgenländer Harald Gamauf eingewechselt. Zu diesem Zeitpunkt stand es 2:1 für die Austria, dabei blieb es auch nach dem Schlusspfiff.

Zum nächsten Meisterschaftsspiel verirrten sich kaum 8.000 Zuschauer ins weite Oval des Wiener Stadions, als Ruben Plaza von Beginn an auf dem Platz stand und nach 75 Minuten ausgewechselt wurde. Die Austria besiegte Sturm Graz klar mit 6:1.

Im Herbst 1979 sollten aber nur noch zwei weitere Einsätze folgen. Zunächst beim 3:3 bei der Salzburger Austria (er spielte über die vollen 90 Minuten) und Mitte September beim 2:1-Heimsieg über den SK VÖEST aus Linz (von der 46. bis 74. Minute – nach einem Zusammenstoß mit Fuchsbichler war an ein Weiterspielen nicht mehr zu denken).

Tage darauf verlor die Austria in Dänemark das Spiel im Europapokal der Landesmeister bei Velje BK 2:3 (nach einem 1:1 im Rückspiel war dann das Europacup-Abenteuer auch schon wieder zu Ende).

Sein Comeback feierte Ruben Plaza erst im März 1980, als er auswärts beim GAK bis zur 72. Minute auf dem Feld stand. Danach folgten noch drei weitere Einätze: Eine Halbzeit lang beim 2:1-Sieg über VÖEST, ab der 63. Minute im Derby gegen Rapid (1:1) sowie die letzten neun Minuten beim 2:0-Sieg in Graz gegen den SK Sturm.

Am Ende der Saison 1979/80 hatte die Austria den dritten Meistertitel in Folge errungen und gewann auch den ÖFB-Cup. Ruben Plaza kam siebenmal zum Einsatz, doch seine nächsten Meisterschaftsspiele für die Austria sollten erst im Jahr 1981 gegen Ende der Saison folgen.

In eben jener Saison 1980/81 kam Ruben Plaza erst in der 31. Runde zu seinem ersten Einsatz, und zwar im Lehener Stadion bei der 0:3-Niederlage gegen die Salzburger Austria (ab Minute 48). Beim anschließenden 5:2-Heimsieg auf dem Sport-Club-Platz gegen den SK Sturm kam er in der 68. Minute auf den Rasen. Seine erste gelbe Karte erhielt Ruben Plaza beim Spiel in Linz gegen den LASK, das die Austria 2:3 verlor.

Danach fand das Wiener Derby gegen den SK Rapid statt, doch dabei gab es für Ruben Plaza keine Einsatzminuten (das Spiel endete 0:0). Dann kam der 13. Juni 1981: Die Austria gastierte im Lindenstadion und den gut 10.000 Zuschauern stockte in der 38. Minute der Atem, die „BF“ schrieb: „Erstmals nicht im Bilde sah sich die SCE-Abwehr in der 38. Minute, als man Petkov und Ruben Plaza fast ungehindert mit Doppelpaßspiel in den Strafraum eindringen läßt und der Südamerikaner mit seinem Schuß Martinschitz keine Chance ließ.“

Ruben Plaza hatte sein erstes Tor für die Austria erzielt und nach 90 Minuten gewannen die Veilchen 3:0,wodurch es in der letzten Meisterschaftsrunde zum schon berühmten Fernduell mit dem SK Sturm Graz kam.

Die Austria spielte daheim (am WSC-Platz) gegen den GAK und Tabellenführer Sturm hatte Rapid zu Gast. Während der SK Sturm seine Meisterträume nach dem 1:4 gegen Rapid begraben konnte, der SCE nach dem 0:2 in Salzburg mit der grottenschlechten Auswärtsbilanz dieser Saison und dem Schiedsrichter haderte – und abstieg, gewann die Austria das Spiel gegen den GAK und auch den vierten Meistertitel en suite!

Bei diesem Spiel schoß Ruben Plaza in der achten Minute das 2:0 für die Austria (Endstand 6:1).

Seite fußballerische Situation verbesserte sich aber auch in der folgenden Saison kaum. Seine ersten Einsatzminuten bekam er auswärts beim SK VÖEST ab der 80. Minute. 18 Runden später – schon im Jahre 1982 – kam er zu seinem zweiten Einsatz, wieder beim SK VÖEST (ab. der 64. Minute)! Acht weitere Minuten gab es beim darauffolgenden Cup-Finale-Hinspiel in Innsbruck und vier Tage darauf durfte er daheim am WSC-Platz gegen Austria Salzburg die vollen 90 Minuten spielen.
Das nächste Spiel führte die Austria zurück nach Innsbruck, wo sie diesmal aber nicht wie im Cup 1:0 gewannen sondern 0:1 verloren. Ruben Plaza spielte die ersten 17 Minuten und sah dabei die gelbe Karte. Danach durfte er beim großen Wiener Derby einlaufen. Gut 29.000 Zuschauer wohnten dem 0:3 gegen Rapid bei und Ruben Plaza spielte bis zur 54. Minuten.

Bei den restlichen Spielen stand Ruben Plaza durchgehend die 90 Minuten auf dem Feld:
Gleich nach der Derby-Schlappe setzte es beim Spiel gegen den Wiener Sport-Club, das auf der Hohen Warte ausgetragen wurde, eine sehr deftige 0:5-Niederlage, die kaum 3.700 Zuschauer sahen. Danach fand das Rückspiel des ÖFB-Cup Finales im Horr Stadion statt. Die Austria gewann mit Ruben Plaza den ÖFB-Cup.

Seine letzten Spiele für die Austria: 1:0-Sieg in der Südstadt; 6:1 im Horr gegen Sturm Graz sowie die 0:1-Niederlage im Liebenauer Stadion gegen den GAK. Die Austria wurde Vizemeister hinter Rapid Wien.

Und auch diesmal fand er keine Berücksichtigung in der Herbstsaison – auch nicht bei den Europa-Cup-Auftritten der Veilchen. Das Fußballerleben zeigte wieder einmal seine Schattenseite, doch eine neue Chance offenbarte sich, denn – im Februar 1983! – wurde vermeldet:

Faksimile – BF Onlinearchiv:

Zu diesem Zeitpunkt lag der SCE nach der Herbstmeisterschaft an sechster Stelle (von 16 Teams), verlor nur dreimal, aber sieben Remis drückten etwas auf’s Punktekonto.

Beim ersten Probegalopp hinterm Stacheldraht verlor der SCE – noch ohne Ruben Plaza – gegen Soproni SE 0:2. Dass sich da zwei Vereine duellieren, die es in einer damals noch fernen Zukunft nicht mehr geben wird, hätte sich wohl niemand gedacht. Die damals in der zweiten ungarischen Fußball-Division spielenden Eisenbahner aus Ödenburg sind ja auch nicht mehr existent.

Seinen ersten Meisterschaftsauftritt im SCE-Dress hatte Ruben Plaza am 19. März 1983 auf der Linzer Gugl. Der SCE gewann 3:2 (sollte aber nur einer von drei Frühjahrssiegen sein), wobei die „BF“ anmerkte: „Als Volltreffer erwies sich die Verpflichtung von Ruben Plaza. Der Ex-Austrianer erledigte ein ungeheures Laufpensum, scheute keinen Zweikampf und bewies auch viel Übersicht. Obwohl Plaza im Finish etwas abbaute, muß man ihn als besten Mann am Platz bezeichnen.“

Tage darauf kochte die Mannschaft des SCE in der Schloßtaverne auf und Burgenlands einstiger Topklub erfuhr, dass er zum Teilnehmer am Mitropa-Cup 1983/84 bestimmt wurde.

Faksimile – BF Online-Archiv:

Am 25. März hatte Ruben Plaza seine Heimpremiere im Lindenstadion. Gut 5.000 Zuschauer pilgerten in den Schloßpark zum Spiel gegen den Tabellenletzten, die Vienna. Das Spiel endete 0:0 – dazu die „BF“: „(…) Es war weder ein gutes, noch ein dramatisches Match, das die Zuschauer bei dieser naßkalten Witterung erwärmen konnte. (…) Einer dieser wenigen Glanzpunkte war Neuerwerbung Ruben Plaza, der bei seinem Erstauftreten vor heimischen Publikum nicht nur sein technisches Rüstzeug aufblitzen ließ, sondern auch eine enorme Laufarbeit verrichtete und sich unerschrocken ins Kampfgetümmel warf. Eine saubere Leistung, wenn auch zu bekritteln ist, dass bei ihm, wie übrigens bei allen Mittelfeldspielern, Schüsse aus der zweiten Linie fehlten. (…)“

Dafür gab’s dann wieder einen Auswärtserfolg: 2:0 beim GAK; und im Lindenstadion wieder eine Punkteteilung – „nur“ 2:2 gegen Union Wels.

Übrigens: Mit dem 2:0-Sieg über den GAK qualifizierte sich der SCE für den Intertoto-Cup. Es war nämlich Stichtag und die drei Bestplatzierten der zehn Bewerbervereine durften dann Österreich vertreten. Der SCE boxte damit den ärgsten Konkurrenten – Austria Klagenfurt – aus dem Rennen. Die beiden anderen Klubs waren Wacker Innsbruck und Sturm Graz – zudem qualifizierte sich Admira Wacker als vorjähriger Intertoto-Gruppensieger erneut für diesen Sommer-Bewerb.

Mitte April reiste der SCE dann zu seinem nächsten Auswärtsspiel in den elften Wiener Gemeindebezirk. Auf der Simmeringer Had (Nr. 3) fand ein weiteres, denkwürdiges Spiel statt. Schon in der fünften Minute brachte Solleder den SCE in Führung, als sich nach 35 Minuten aber Schiedsrichter Schachhuber ins Rampenlicht stellte, drohte die Partie zu kippen. Die „BF“ berichtete: „Die Matchuhr zeigte die 35. Spielminute, als der Pole Wolski nach einem Korner einen Kopfball anbrachte. Obwohl Martin Lefor das Leder auf der Torlinie stehend abwehren konnte, will der Referee den Ball hinter der Linie gesehen haben und verhalf so den Simmeringern zum billigen Ausgleich. Damit aber noch nicht genug: Als Ossi Steiger nach einem Drazan-Steilpaß vor dem gegnerischen Keeper ans Leder kommt, wird er von Hebenstreit im Strafraum schwer gefoult, doch Herr Schachhuber sah keine Veranlassung auf Penalty zu entscheiden. In dieser Phase hat der Referee die Burgenländer klar benachteiligt.“

Nach der Pause leitete ein Fehlpaß von Drazan das 2:1 der Gastgeber ein, was ihm die Auswechslung einbrachte. Für Drazan brachte SCE-Trainer Sepp Schneider den Mörbischer Hans Schöll und kurz darauf kam für Erwin Schneider Hans Füzi ins Spiel. Somit begann die Schlußoffensive des SCE, die sich sehen lassen konnte. Darüber die „BF“: „Angriff auf Angriff rollte nun gegen das Simmeringer Gehäuse und in der 76. Minute wird der Angriffsschwung belohnt. Wolfgang Bauer trickst auf engstem Raum drei Wiener aus und wird schließlich von Schober aus den Angeln gehoben. Ruben Plaza verwandelt den Elfmeter bombensicher zum 2:2. Schließlich schießt Marzi, nachdem Keeper Hebenstreit einen Schuß von Hans Schöll nur wegschlagen konnte, den Siegestreffer.“

Ruben Plaza hatte sein erstes Tor für den SCE erzielt und mit diesem Sieg überholte der SCE den SK Sturm Graz, lag nun an vierter (!) Stelle und war auf UEFA-Cup-Kurs (es kam natürlich ganz anders).

20 von 30 Runden waren zu diesem Zeitpunkt gespielt, doch dies sollte der letzte Sieg in dieser Meisterschaft gewesen sein. Während man daheim stets verlor, konnten zumindest die nächsten drei Auswärtspartien unentschieden beendet werden. Am Ende belegte der SCE Platz Neun und hatte seit vielen Jahren (in der 1. Division) keine Abstiegssorgen.

Nach dem Saisonende 1983 setzte der große Ausverkauf beim SCE ein, und auch Ruben Plaza sollte – laut Zeitungsmeldung – an die Austria zurück gegeben werden. Der SCE musste sparen, viele Mannschaftsstützen wurden abgegeben aber mit Ruben Plaza wurde noch verhandelt. Er blieb in Eisenstadt und kam in der dritten Runde beim GAK die zweiten 45 Minuten zum Einsatz. Der SCE verlor 1:2 – im Spiel der U23 hatte Ruben Plaza zuvor einen Elfmeter verwandelt (Endstand 3:8). Am darauffolgenden Wochenende führte Ruben Plaza den SCE zu einem 5:3-Auswärtssieg auf dem Sport-Club-Plaz, womit der SCE nach vier Runden – auch Dank der Verpflichtung von Bicovsky – drei Siege errungen hatte.

Dann kam das Heimspiel gegen Wels. Der SCE führte 2:0, als Ruben Plaza in der 61. Minute nach einer Attacke von Didi Mirnegg vom Platz getragen werden musste. Die „BF“ berichtete: „Pech für Ruben Plaza. Dem quirligen Südamerikaner, der schon in den ersten zwei Runden wegen einer Oberschenkelverletzung zum Zuschauen verurteilt war, hat es wieder erwischt. Nach einer ausschlußreifen Attacke von Ex-Teamspieler Dieter Mirnegg musste der Mittelfeldspieler mit einer schmerzhaften Knieverletzung zur Untersuchung ins Krankenhaus Eisenstadt eingeliefert werden. Glücklicherweise ist die Verletzung nciht von schwerer Natur, so daß Plaza in der kommenden Runde wieder eingesetzt werden kann.“

In Klagenfurt war er dann auch wieder dabei, das Spiel war allerdings zum Vergessen, ging 1:4 verloren.

Die Saison 1983/84 war reich an Höhen und Tiefen, doch wichtig war, dass der SCE nichts mit dem Abstieg zu tun hatte, aber auch nur im Niemandsland der Bundesliga zu finden war. Es war aber jedenfalls jene Saison, in der der SCE den Mitropa-Cup gewinnen konnte – und Ruben Plaza war dabei. (Mitropa-Cup: Näheres in der Chronik „100 Jahre SC Eisenstadt“ bzw. den auf dieser Website veröffentlichten Bericht)

Es gab sogar eine neun Spiele anhaltende Serie ohne Sieg – abgesehen vom am grünen Tisch errungenen 3:0-Sieg über Wels, da es die Welser nicht mehr gab.

Faksimile – BF Onlinearchiv: Vom Spiel SCE v SK VÖEST 1:1 (Oktober 1983)

Wirtschaftlich hatte man aber sehr zu kämpfen. Vor dem Frühjahrsstart lud der SCE zu einer Pressekonferenz in den Rittersaal der Burg Lockenhaus, wo verkündet wurde, dass der SCE ab 1. März 1984 auf reiner Amateurbasis geführt werden soll. Es sollte auch nur noch zwei Profis in der Mannschaft geben, die als Vor- beziehungsweise Leitbilder dienen sollen. Diese zwei Profis waren Bicovsky und Plaza. Als einen der Gründe, warum man sich zu diesem drastischen Schritt entschied, wurde der starke Zuschauerrückgang genannt, weshalb man auch das erste Frühjahrsspiel in Oberwart austrug, bei dem man sich ca. 6.000 Zuschauer erwartet hatte – es kamen dann rund 4.000 und der SCE verlor 1:2.

Faksimile – BF Onlinearchiv: Mitropa-Cup-Siegerehrung vor dem Spiel gegen Sturm Graz. Ruben Plaza neben Leo Martinschitz.

Die Saison 1984/85 stand an und damit der Kampf um einen der zwölf Plätze in der darauffolgenden Bundesliga-Saison, denn es wurde wieder einmal ordentlich reformiert. Die Sechzehnerliga sollte zum letzten Mal gespielt werden – ab 1985/86 war die Zwölferliga samt Play-Off das Heilmittel für Österreichs Fußball.

SCE Trainer Felix Latzke durfte sich über einige Neuzugänge freuen, unter anderem kam der Deutsche Detlef Bruckhoff vom SC Neusiedl/See in die Landeshauptstadt. Somit hatte der SCE damals fünf Ausländer, von denen aber nur drei spielen durften. Ruben Plaza dürfte nun auch fix von der Austria verpflichtet worden sein, da er als Transfer-Neuzugang im Sommer 1984 aufschien.
Beim ersten Probegalopp in Purbach, das der SCE 5:0 gewann, erzielte Ruben Plaza zwei Tore.

Die neue Saison begann mit dem Spiel bei Aufsteiger SV Spittal/Drau, das durch ein kurioses Tor von Martin Lefor 1:0 für den SCE endete – Lefor riskierte aus ca. 30 Metern einen Schuß, der Ball sprang vor dem Spittal-Keeper Walter Knaller auf, flog an die linke Stange, prallte von dort ab und flog zur rechten Stange und rollte dann über die Torlinie.
Danach gab es allerdings nur selten etwas zu Feiern. Zu den Niederlagen gesellte sich mal ein Remis (aber immerhin gegen Rapid) sowie ein 2:0-Sieg über den FavAC im Lindenstadion.
Zudem mischten sich folgende Meldungen zu den Spielberichten:

Faksimile – BF Onlinearchiv:

Bei solchen Nachrichten ging fast unter, dass Ruben Plaza in Klagenfurt sein zweites Meisterschaftstor für den SC Eisenstadt erzielte. Die Klagenfurter Austria war in ihren bisherigen Heimspielen ungeschlagen geblieben und schrammte haarscharf an der ersten Niederlage am Wörthersee vorbei. Schon in der fünften Minute gab es Elfmeter für die Hausherren, doch der Ball wurde an die Querlatte gejagt. In der 36. Minute drückte Ruben Plaza – nach Paß von Rupprecht – aus gut 20 Metern ab, sein Schuß wir noch abgefälscht und zappelte im Tor der Kärntner. Zehn Minuten vor dem Ende hatte der SCE die Chance auf das 2:0 per Strafstoß, doch der Klagenfurter Keeper wehrte den Ball von Steiger ab. Eine Minute darauf gelang den Gastgebern das 1:1.

Der SCE blieb auf Zwölferliga-Kurs und am 9. November 1984 fand das schon legendäre Spiel gegen den SK Sturm statt. An die 3.500 Zuschauer kamen ins Lindenstadion und sahen, wie der SCE von Beginn an die Grazer in deren eigene Hälfte festnagelten. Nach nur 13 Minuten stand es 2:0 für den SCE. In der achten Minute trat Bicovsky zum Freistoß an, den die Sturm-Mauer abfälschte. Ruben Plaza stand am richtigen Fleck und drückte das Leder zum 1:0 in die Maschen. Kurz darauf das 2:0 durch Rupprecht. Nach einem Freistoß der Grazer fand der Ball seinen Weg ins SCE-Tor und kurz darauf schwächten sich die Grazer, denn Eisenfuß Steiner wurde ausgeschlossen. Heinz Peischl sorgte noch vor der Pause für die 3:1-Führung. In der 52. Minute überhob Ruben Plaza Sturm-Goalie Saria gekonnt zum 4:1, fünf Minuten später erhöhte Martin Lefor auf 5:1 für den SCE. Sturm kam noch zu einem zweiten Treffer in der 61. Minute, doch das war nur noch Ergebniskosmetik.

Die Krise in der Führungsetage des SCE beruhigte sich auch wieder und nach der Herbstmeisterschaft lag man auf Platz 7.

Im Frühjahr 1985 läuteten dann die Hochzeitsglocken für Ruben Plaza und er übernahm zudem auch seinen neuen fahrbaren Untersatz: Faksimile – BF Onlinearchiv

Nach einer durchwachsenen Frühjahrsmeisterschaft schaffte der SCE noch Rang Acht und hatte die vorgegebene Qualifikation für die neue Zwölferliga geschafft.

Im Sommer 1985 stand erneut die Teilnahme am Intertoto-Cup auf dem Programm. Das erste Spiel führte den SCE nach Schweden, wo sie gegen Hammarby eine empfindliche 0:4-Klatsche verkraften mussten. Die Schweden, die Mitten in der Meisterschaft standen, hatten gegen den SCE, der sich erst zu Beginn der Vorbereitung auf die kommende Saison befand, leichtes Spiel. Ruben Plaza spielte dabei bis zur 70. Minute mit. Anschließend ging es nach Oslo, wo der SCE gegen Valerengen 1:3 verlor (ohne Ruben Plaza).

In der Folge wechselte Ruben Plaza zum Wiener Sport-Club, der in der 2. Division spielte. Beide Klubs trafen sich dann im Mittleren-Play-Off und schafften die Qualifikation zur Teilnahme an der 1. Division 1986/87.

Im Sommer 1986 begrüßte der damalige SCE-Trainer Ernst Weber seine Neuzugänge unter denen sich auch Ruben Plaza befand.
Faksimile – BF Onlinearchiv:

Als der SCE in der zweiten Runde den Wiener Sport-Club samt Hans Krankl und Felix Gasselich zu Gast hatte, und 2:0 gewann, wollten dies kaum 2.000 Zuschauer sehen. Zum nächsten Heimspiel gegen den FC Tirol pilgerten allerdings an die 11.000 Besucher in den Schloßpark. Die Innsbrucker gewannen 5:3 und drei Tage später fand das nächste Heimspiel gegen den GAK vor gut geschätzten 1.500 Fans statt.

Um ja unter die ersten Acht zu gelangen, wollte man den brasilianischen Jose Dirceu, der bei der WM 82 45 Minuten im ersten Gruppenspiel gegen die Sowjetunion absolvierte, verpflichten. Ein geheimer Sponsor wollte ihn für den SCE kaufen und es geisterte sogar ein Monatsgehalt von 300.000 Schilling durch die Medienwelt. Er kam dann doch nicht, sondern wechselte innerhalb von Italien von Como nach Avellino und wechselte fast jährlich die Klubs, bis er 1995 bei einem Verkehrsunfall starb.
Statt des Brasilianers wollte dieser geheimnisvolle Sponsor nun sogar Hans Krankl nach Eisenstadt lotsen – daraus wurde aber auch nichts.

Dafür kam ein paar Wochen später der Südafrikaner Calvin Petersen, der laut SCE-Obmann Lang fußballerisch gleich hinter Diego Maradona rangiert und nicht sehr billig, aber sein Geld wert sei… Er kam von den Buschböcken des Bush Buck Football Club der südafrikanischen Liga. Nach sieben Monaten verließ er enttäuscht Eisenstadt.

Vor der 20. Runde nahm Trainer Weber seinen Hut und sein Co. Prof. Alfred Eisele, die SCE-Legende, übernahm die Mannschaft, die sich gleich ordentlich am Riemen riss und die Vienna im Lindenstadion – vor 800 Zuschauern – 2:0 bezwang. Dann gab es im Hanappi-Stadion eine 2:4-Niederlage, wobei Ruben Plaza – wie so oft im Herbst 1986 – zu den besten SCE-Spielern zählte. Das finale 2:0 gegen Austria Klagenfurt vor stolzen 300 Zuschauern im Lindenstadion hatte keine Auswirkung auf die Tabelle.
Bei diesem Spiel, das laut „BF“ „Fußball zum Abgewöhnen bot“ stachen nur zwei Spieler aus der Mannschaft hervor. Ja, einer war Ruben Plaza – der zweite Josef Heiling.

Faksimile – BF Onlinearchiv:

Die Ergebnisse im Grunddurchgang waren durchaus OK, doch zwei, drei Spiele hätten besser gestaltet werden müssen, um eine Chance auf einen Platz unter den ersten Acht zu haben. Eine Niederlagenserie setzte dem SCE tabellarisch stark zu und die Qualifikation für das Obere-Play-Off wurde verpasst.

Da mit Plaza, Bukovic, Petersen und Srajlic gleich vier Ausländer im SCE-Kader standen, war im Jänner 1987 angedacht, dass Ruben Plaza die eingebürgert werden sollte.

Hermann Krenn übernahm das Traineramt für das Mittlere-Play-Off, wo es diesmal aber eben kein Happy End gab (genaueres in der Chronik „100 Jahre SC Eisenstadt“).
Kurz vor dem Start gegen den VfB Mödling verletzte sich Ruben Plaza beim Training schwer, und fiel für das Frühjahr aus.

Die „KRONE“ schrieb: „Schwerer Schlag für den SCE: Plaza fällt lange aus“
Ruben Plaza wurde gestern (19.02.1987) am Knie operiert – die Diagnose Kreuzband-, Seitenbandriß sowie eine Meniskusverletzung, 6 Wochen Gips!
Plaza verletzte sich ohne Fremdverschuldung beim Versuch, einen Ball durch ein Tackling zu erkämpfen, und zwar riß er sich nicht nur das hintere Kreuzband und innere Seitenband, er verletzte sich auch den Meniskus, was eine zwei Stunden lange Operation im Eisenstädter Krankenhaus zur Folge hatte.  (…) „Für uns ist das eine Katastrophe“, meinte Eisenstadts Kotrainer Fred Eisele, der in dieser Woche das Training leitet.

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Fast zeitgleich mit der Hiobsbotschaft über die Verletzung von Ruben Plaza flattere den Nachwuchsspielern und deren Eltern ein Schreiben des SCE ins Haus, in dem sie über die Einstellung des Spielbetriebes der U16-Mannschaft informiert wurden.
Einen Monat nach seiner Operation wurde Ruben Plaza von der „KRONE“ besucht: Seit drei Tagen ist Ruben Plaza wieder zu Hause. „Ich war die ersten drei Tage lang überhaupt nicht ansprechbar“, erzählt Plaza, der noch immer recht deprimiert wirkt. „Als ich die Wunden gesehen habe, hatte ich nur einen Gedanken: Nie wieder Fußball.“ Mittlerweile hat sich Plaza aber bereits wiederum von diesem Gedanken abgewandt: „Ich denke jetzt wieder positiv. Ich versuche so schnell wie nur irgend möglich fix zu werden“, erzählt der schwerverletzte Eisenstädter.
Plaza hat aber noch große Probleme. Er kann kaum schlafen und die Wunden schmerzen noch immer.“ (…).

Das Frühjahr 1987 stand unter keinem guten Stern und nach der Enttäuschung im Mittleren-Play-Off war der SCE ein Zweitdivisionär, und die dunklen Wolken über dem Lindenstadion verfinsterten sich dramatisch.
Nach seiner langen Verletzungspause arbeitete Ruben Plaza hart, um bald wieder einsatzbereit zu sein, doch frühestens im Juli – so wurde ihm prognostiziert – könne er erst wieder mit dem Training beginnen.

Dies tat er, besuchte auch fast täglich das Training seiner Kammeraden und litt mit dem SCE mit.

Die neue Meisterschaft (1987/88) war schon ein paar Spiele alt, als er beim Testspiel in Drassmarkt in der zweiten Halbzeit aufs Feld kam, und mehr Linie ins Spiel brachte. Die Partie endete mit einem 9:1-Sieg des SCE, wobei Ruben Plaza einen Penalty verwandelte.

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Sein lang ersehntes Comeback in der Meisterschaft gab es in der vierten Runde, als der SCE daheim Flavia Solva empfing. In der 55. Minute kam er für Steinwender ins Spiel, das der SCE 1:0 gewann. In der nächsten Runde stand er schon von Beginn an auf dem Platz, konnte die 0:3-Niederlage gegen den SV Spittal/Drau aber nicht verhindern.

Danach gewann der SCE daheim gegen den SAK 1914 mit 3:1 und Ruben Plaza erzielte dabei das 2:0. Einen Aufschwung gab es aber nicht, viele Niederlagen stellten sich ein und ein Platz unter den ersten Vier, um sich für das Mittlere-Play-Off zu qualifizieren, rückte in unerreichbare Ferne. Drei Runden vor dem Ende des Grunddurchganges konnte der SCE seinen letzten Sieg (den sechsten, wobei Kapfenberg mit lächerlichen zwei vollen Erfolgen sogar noch einen Platz vor dem SCE rangierte). An jenem 13. November 1987 (ein Freitag) gewann der SCE im Lindenstadion vor 500 Zuschauern gegen den Kremser SC 3:1. Dabei erzielte Ruben Plaza ein Traumtor!

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Krems war damals niemand Geringerer, als der überlegene Tabellenführer der 2. Division. Die erste Halbzeit war zwar zum Vergessen (der KSC ging durch einen Elfmeter 1:0 in Front), doch in den zweiten 45 Minuten spielte der SCE groß auf. Vargek gelang in der 57. Minute der Ausgleich, Sarajlic stellte in der 64. Minute per Freistoß auf 2:1 und in der letzten Minute startete Ruben Plaza von der Mittellinie ein Solo und schupfte den Ball über den verdutzten KSC-Keeper Angerer zum 3:1 in die Maschen des Tores, das vor der alt ehrwürdigen Linde stand!

In der letzten Runde des Grunddurchganges hatte der SCE den USV Salzburg zu Gast. Mitte der zweiten Halbzeit wurde Ruben Plaza vom Schuh eines Salzburgers im Gesicht getroffen. Dabei erlitt er nicht nur eine Kieferverletzung sondern auch ein Cut am Kehlkopf.

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Damit aber nicht genug, denn die wirtschaftliche Krise beim SCE spitzte sich täglich zu und der Sparstift wurde angesetzt und auch der Abstieg aus der Bundesliga – der dann ja auch eintraf – wurden in Kauf genommen. Das hieß, dass viele Spieler auf der Abschußliste standen – darunter auch Ruben Plaza.

Laut einem Medienbericht erhielt Ruben Plaza die kostenlose Freigabe und verhandelte mit einem Klub aus der Bayern-Liga. Er wechselte schlußendlich zum BSC Sendling 1918 München, der Mitte der 80-er-Jahre aber keineswegs in der Bayern-Liga spielte. Die Ligabezeichnung ist da nämlich etwas irreführend. Es gibt die Bayern-Liga, unter der die Landesliga Bayern rangiert, wo eben jener BSC Sendling 1918 zu jener Zeit gespielt haben dürfte.

Nach einem kurzen Aufenthalt in Bayern kam Ruben Plaza zurück ins Burgenland, und zwar zum ambitionierten Landesligisten SV Sigleß, der gerne in die Regionalliga Ost aufsteigen wollte. Ruben Plaza übernahm das Amt des Spielertrainers und sah sich natürlich um neue Spieler um, dabei schaute er sich natürlich auch beim künftigen Ostligisten SC Eisenstadt um: (BF) „Als Lockvogel von Sigleß zieht derzeit SC Eisenstadts ehemaliger Südamerika-Import Ruben Plaza in den Kreisen der SCE-Spieler seine Runden. Plaza, den es nach einem kurzen Bayern-Aufenthalt wieder ins Burgenland verschlagen hat und nun mit Sigleß unbedingt in die Regionalliga will, hätte dabei gerne seine alten Freunde Hannes Marzi und „Motz“ Bleyer um sich. Dagegen aber protestiert und dementiert SCE-„Sprecher“ Hans Valtingoier heftigst: „Die Mannschaft bleibt, wie sie ist.““.

Faksimile – BF Onlinearchiv:

Spielertrainer Ruben Plaza konnte unter anderem Goalgetter Hannes Marzi nach Sigleß lotsen und feierte einen gelungenen Einstand: Gegen Ostliga-Absteiger SV St. Margarethen gewann Sigleß 4:0, wobei Plaza ein Tor schoß und Marzi dreimal einnetzte! Die Saison beendete Sigleß aber nur auf Platz Neun, da war er aber schon seit dem Winter nicht mehr auf der Trainerbank.

Im November 1988 geschah es dann: Beim Auswärtsspiel im Südburgenland beim SV Eltendorf (13. Runde) verletzte sich Ruben Plaza schon in der fünften Minute. Eine Verletzung, die in wenigen Monten das Ende seiner ereignisreichen Karriere bedeuten sollte.

Als sich im Jänner 1989 das Transferfenster öffnete, wollte er zum Ostliga-Nachzügler ASK Baumgarten wechseln, gehörte aber immer noch den Münchnern.

Faksimile – BF Onlinearchiv:

Der Transfer konnte aber dennoch vollzogen werden und der noch an seiner im Herbst erlittenen Verletzung laborierende Ruben Plaza war nun Spieler des ASK Baumgarten, der in der Regionalliga Ost um den Ligaerhalt kämpfte.
Dabei konnte er ihnen aber nicht mehr helfen, denn Anfang April 1989 stand in der „BF“: Endgültig Abschied genommen vom aktiven Fußballsport hat nun Burgenlands Südamerikaner Ruben Plaza: „Herz und Knie machen nicht mehr mit, und außerdem sollen Beruf und Familie nicht länger im Abseits stehen.“

Ganz nahm er aber nicht Abschied vom Fußball, denn Ruben Plaza wurde später Trainer beim Nachwuchs der Spielgemeinschaft St. Georgen/Eisenstadt.

in memoriam Ruben Plaza

© Gerhard Tinhof / sce1907.wordpress.com

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