Die „Roten Husaren“ (08/1969 – 07/1975) – Teil II – In der Ostliga

Teil Zwei der Saga…

© Gerhard Tinhof / sce1907.wordpress.com

Nun ritten die Roten Husaren in der Regionalliga Ost.
Ende Juli 1970 wurden die beiden Jugoslawen Sostaric und Breznik, die aus Marburg kamen, als Neuverpflichtungen präsentiert.
Torhüter Schorn wechselte zu Nationalliga-Aufsteiger SW Bregenz, Enz ging zum SK VÖEST nach Linz, Seitl wechselte nach Meidling zum SC Wacker, Varga ging nach Rechnitz, Peterka unterschrieb beim USV Rudersdorf und Schmidbauer ging zum WAC.

Als sich dann am 25. Juli das Transferfenster schloß konnten noch folgende Neuankömmlinge begrüßt werden: Othmar Bajlicz kam aus Rechnitz, Peter Brodhagen vom SV Rohrbach, Peter Siebenhandl vom SK Rapid sowie Kurt Buchinger, der aus Stotzing zum SCE stieß.
Abgegeben wurden noch Hanbauer (Vienna), Breyer (Ebenfurth), Pogac (Eggendorf). Verliehen wurden Solleder (SK Sturm Graz), Szabo (Weiden) sowie Gornik (Ebenfurt).

Sogleich lief das Vorbereitungsprogramm auf Hochtouren und die Eisenstädter begaben sich ins Trainingslager nach Bad Tatzmannsdorf. In Rechnitz gewann der SCE sein erstes Testspiel mit 5:2 und reiste nach Ungarn, um gegen den Stammklub von Scheidl – Vasas Györ (ETO FC) – anzutreten. Gegen den ungarischen Erstdivisionär gab es zwar eine 2:4-Niederlage, doch die vom harten Trainingslager gezeichneten SCE-Spieler lieferten eine ansehnliche Partie ab, bei der Komanovits sowie Eisele die Treffer der Burgenländer erzielten.

Nach einem 2:2 in Hainburg fand dann in der Obersteiermark der letzte Test vor dem Meisterschaftsstart statt. Beim 0:2 gegen den SC Donawitz wurde aber keine besonders gute Leitungs geboten – Torschütze der Steirer war der Eisenstädter Horvath, der gleich zwei Eigentore zu verkraften hatte.

Die „BF“ fragte dann „Haben Burgenlands Klubs Chancen in der Ostliga?“
Franz Hladky, 26, Trausdorf: Ich glaube nicht, daß der SC Eisenstadt den Meistertitel erringen wird! Die Mannschaft ist zu schwach und keineswegs stark genug, um in der Ostliga die dominierende Rolle zu spielen. Frauenkirchen dürfte besser als vorige Saison abschneiden, da das Team reifer ist. Rudersdorf wird es sehr schwer haben. Das spielerische Niveau ist besser geworden, do daß Rudersdorf kaum Chancen hat.

Sieglinge Karlich, 18, Oslip: Ich glaube schon daß Eisenstadt Meister wird. Die Mannschaft ist bei weitem stärker als alle anderen Mannschaften der Ostliga. Auch Frauenkirchen sollte heuer besser abschneiden, denn der große Einsatz der Spieler ist überall bekannt. Sehr schwer wird es Rudersdorf haben. Die Mannschaft ist noch unroutiniert und benötigt viel Glück, um dem Abstieg zu entrinnen.

Rupert Laubner, 23, Eisenstadt: Der SC Eisenstadt wird sicher Meister der Regionalliga Ost! Allein Scheidl ist ein Garant für den Wiederaufstieg in die Nationalliga. Frauenkirchen dürfte besser abschneiden als vor einem Jahr. Für Rudersdorf gebe ich nicht viel. Die Südburgenländer haben zu wenig Erfahrung, um in der Regionalliga bestehen zu können.

Josef Gollubits, 35, St. Margarethen: Für mich zählt Eisenstadt zu den Favoriten für den Meistertitel. Schärfster Konkurrent wird Schwechat sein. Auch Tulln stellt eine schlagkräftige Mannschaft. Frauenkirchen wird es heuer schwerer haben als vor einem Jahr. Ein Platz im unteren Mittelfeld ist zu erwarten. Rudersdorf muß viel Glück haben, um dem Abstieg zu entrinnen. Die Verstärkungen müßten schon toll einschlagen, denn spielerisch ist die Mannschaft zu schwach.

Somit wurde dem SC Eisenstadt durchaus der Meistertitel zugetraut, die Frauenkirchner könnten im Mittelfeld landen und auf die Rudersdorfer, die eben erst aus der Landesliga aufgestiegen sind, war der sofortige Abstieg vorprogrammiert.

Gegen eben jene zum Fixabsteiger abgestempelten Südburgenländer begann der SC Roter Husar Eisenstadt die Mission Wiederaufstieg.
800 Zuschauer kamen ins Lindenstadion und sahen eine fast ständig angreifende SCE-Mannschaft. Die Rudersdorfer verteidigten mit acht bis neuen Mann tapfer, mussten sich aber zweimal geschlagen geben: Komanovits (21.) und Scheidl (61.) trafen für den Favoriten zum 2:0-Auftaktsieg.

Nach dem ersten Auswärtsspiel, das beim WAC in Wien mit 2:3 verloren ging, gab es nur lange Gesichter. Die Abwehr spielte zum Gruseln, die Mannschaft stand komplett neben sich und schwächte sich mit zwei Ausschlüßen selbst.
Das Spiel selbst begann rasant. Nach 13 Minuten führte der SCE mit 2:1. Thometich II traf in der 5. Minute zum 1:0, dann glichen die Wiener in der 9. Minute aus und in eben jener 13. Minute traf der WAC-Spieler Lambrecht ins eigene Tor. Die Roten Husaren wurden auf dem WAC-Platz aus allen Träumen gerissen, und es wurde auf brutale Art und Weise mitgeteilt, dass der Wiederaufstieg nicht im Spazierengehen gelingen kann.

Dann wurde ein Testspiel gegen die Vienna eingeschoben, das immerhin knapp 1.000 Zuschauer ins Lindenstadion lockte. Nachdem die Gäste zur Pause mit 1:0 führten, drehte der SCE im zweiten Durchgang gehörig auf und ließ die Nationalliga-Spieler schlecht aussehen. Ein Bombentor von Rohrer riß dann nicht nur die Zuschauer von den Sitzen, sondern rüttelte auch seine Mitspieler wach. Im Finish wurde die Vienna buchstäblich an die Wand gespielt und der SCE gewann mit 3:1.

Diesen Elan nahm die Mannschaft aber nicht mit ins nächste Meisterschaftsspiel. Den 800 Zuschauern im Lindenstadion blieb nach zwei Minuten der Atem weg, als Hofbauer zum 1:0 für die Stockerauer traf. Das einzig Erfreuliche an dieser niveaulosen Partie war, dass zumindest ein Punkt ins Trockene gebracht werden konnte. Scheidl besorgte in der 75. Minute den Ausgleich.

In Wien-Favoriten auf dem berüchtigten FC-Wien-Platz konnten die Roten Husaren dann endlich wieder – halbwegs zumindest – überzeugen und – was wichtiger war – gewinnen! Bajlicz traf schon in der 9. Minute zum 1:0, gefolgt vom 2:0 durch Rohrer in der 14. Minute. Sieben Spielminuten später stand es durch den zweiten Treffer von Bajlicz schon 3:0, doch kurz darauf gelang dem FC Wien ein Tor. Nachdem die Wiener die SCE-Verteidigung in der zweiten Halbzeit mehrmals beschäftigte, brachte das 4:1 durch Eisele in der 81. Minute wieder Ruhe ins Spiel. Am Ende blieb es beim 4:1-Sieg, durch den der SCE auf Rang Drei sprang – drei Punkte hinter dem 1. Schwechater SC, der alle vier Spiele bisher gewinnen konnte.

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1.200 Zuschauer lockte dann das Duell mit dem 1. Wiener Neustädter SC an. Die SCE-Fans waren von der Leistung ihrer Schützlinge enttäuscht. Saft- und kraftlos war der Spielaufbau. Dafür war aber das Glück auf der Seite der Landeshauptstädter, denn ausgerechnet dem kleinsten Spieler am Feld – Thometich II – gelang in der 89. Minute per Kopftor (!) das Goldtor für die Eisenstädter.

Nun, Ende September, fand das erste Cup-Spiel der Roten Husaren statt (in der letzten Saison schied der SCE gleich in der ersten Runde bei der WSG Radenthein aus – das war ein paar Tage bevor das Sponsoring durch das Weingut Höld bekannt wurde und die neuen Dressen mit „ROTER HUSAR“ auf der Brust angezogen wurden). Pikanterweise ging es wieder ins kärntnerische Radenthein zur Werkself. Doch diesmal war das kein Klub aus der Regionalliga Mitte sondern ein Nationalligist.
Die Kärntner gingen in der 20. Minute in Führung, doch die diesmal wirklich gute Leistung der Eisenstädter wurde mit dem Treffer von Komanovits (55.) belohnt. Bei diesem Ergebnis blieb es auch nach 90 Minuten, wodurch es in die Verlängerung ging. Breznik brachte den SCE in der 98. Minute mit 2:1 in Front und Alfred Eisele krönte diesen Cup-Nachmittag mit seinem Tor zum 3:1-Endstand (105.). Bei der Auslosung für das Achtelfinal wurden die Roten Husaren dem SK Rapid zugelost.

Der Ligaalltag ging dann auswärts im Industrieviertel beim BSV Enzesfeld-Hirtenberg weiter. Gegen die noch sieglosen Niederösterreicher tat sich der SCE schwer und wäre beinahe am alten Übel – der Chancenverwertung – gescheitert. Aber wenigstens traf Bajlicz schon in der 8. Minute und Scheidl stellte per Foulelfmeter auf 2:0 (49.), am Ende siegte man mit 2:1.

Zum folgenden Schlagerspiel gegen die noch unbesiegten Schwechater pilgerten immerhin 1.200 Besucher ins Lindenstadion. Den Roten Husaren reichten zwei schöne Spielaktionen in der ersten Halbzeit, die auch zu den zwei einzigen Toren des Tages führten: Leskovich traf in der zehnten Minute zum 1:0 und Eisele besorgte in der 38. Minute das 2:0. Die Braustädter enttäuschten sehr und waren nun an der Tabellenspitze nicht mehr alleine. Der SV Wienerberg, der SC Eisenstadt sowie die Schwechater hielten nach sieben Runden bei elf Punkten.

Das folgende Auswärtsspiel führte den SCE nach Wien zu einem Gegner, an den man sich mit Freude zurück erinnerte, denn gegen die Elektra wurde 1967 der Meistertitel der Ostliga fixiert, wodurch der SCE als erster Klub aus dem Burgenland in die allerhöchste Fußball-Liga Österreichs aufstieg.
Dieses Spiel fand aber nicht auf dem Elektra-Platz sondern auf der Hohen Warte statt, da die Ostliga-Partie als Vorspiel zum Nationalliga-Klassiker Vienna vs. Rapid diente.
Gut 4.000 Menschen verfolgten den Ostliga-Kick, der zwar niemanden vom Sessel riß, dafür gewann der SCE mit 2:0 (Tore: Thometich I, Leskovich). Danach sahen 12.000 Zuschauer einen 2:1-Sieg der Grünweißen über die Blaugelben.

Dank Scheidl und Keeper Sostaric gewann der SCE dann auch das kommende Heimspiel gegen den SC Tulln. Gäste-Trainer Robert Dienst stellte nach Spielende die Frage: „Was wäre der SC Eisenstadt ohne Scheidl?“
Eine berechtigte Frage, denn Scheidl holte in diesem Spiel die Kastanien aus dem Feuer. Er traf vorne ins Tor (2. und 16. Minute) und hinten ließ sich Sostaric nur einmal bezwingen. Die Zuckerleute aus Tulln kamen nach Seitenwechsel auf, konnten den Ausgleich aber nicht mehr erzielen.
„Wartet’s nur, bis ihr nach Tulln kommen werdet!“, gab ein Tulln-Akteur den SCE-Spielern noch mit auf den Weg. Die aber meinten nach dem 2:1-Sieg: „Jetzt geben wir die Tabellenführung nicht mehr ab!“.

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Ja, der SC Roter Husar Eisenstadt war nach diesem Sieg Tabellenführer der Regionalliga Ost, denn der UFC Frauenkirchen trotze dem Tabellenführer SV Wienerberg auswärts ein 0:0 ab (vor nur 150 Zuschauern!) und Schwechat verlor in Traiskirchen mit 0:2.

Der neue Ostliga-Tabellenführer wurde dann vom SK Sturm als Testgegner für deren Messestädtecup-Spiel gegen den Arsenal Football Club ausgewählt.
Bei den Grazern spielte damals der ehemalige SCEler Solleder, und beim Hinspiel in Graz, das die Steirer 1:0 gewannen, wurde dieser Termin fixiert.
Im Liebenauer Stadion bot der SCE gegen den Europacup-Fighter eine gute Leistung – auch wenn sich die Grazer für das Spiel in London etwas schonten – und Brodhagen steuerte den SCE-Treffer beim 1:1-Unentschieden bei.
Ach ja, der SK Sturm verlor dann im Highbury Stadium mit 0:2 und schied aus.

Für den SCE stand nun das nächste Spitzenspiel gegen den SV Wienerberg an und die „BF“ fragte: „Wird der SCE Herbstmeister?“
Wolfgang Wurdits, 23, Bankangestellter, Eisenstadt: Das Spiel gegen Wienerberg hat entscheidenden Einfluß für den Gewinn des Titels. Ich glaube sehr, daß Eisenstadt nach Kampf gewinnen wird. Die Mannschaft hat sich jetzt akklimatisiert und wird die Spitzenposition auch im Frühjahr erfolgreich verteidigen können. Ich rechne sicher mit dem Aufstieg in die Nationalliga!

Josef Grafl, 20, Techniker, Eisenstadt: Nach den letzten Leistungen hat Eisenstadt gute Chancen, auch in Wien zu gewinnen. Sollte die Hürde Wienerberg erfolgreich gemeistert werden, ist das Rennen entschieden. Der SCE hat sich von Spiel zu Spiel gesteigert und ist nun in sehr guter Form. Jedenfalls ist Eisenstadt erster Favorit auf den Meistertitel.

Und tatsächlich, der SCE gewann auch am Wienerberg. Die Partie wurde mit einiger Härte geführt, für schöne Spielzüge war wenig Platz. Doch das eine Tor von Thometich I reichte für den nächsten Sieg. Härtester Konkurrent um den Herbstmeistertitel war der 1. Schwechater SC, der nach dem 5:0 über Rudersdorf nur zwei Punkte hinter den Roten Husaren rangierte.

Das folgende Derby gegen den UFC Frauenkirchen stand auf schwachem Niveau und der SCE tat sich sehr schwer. Erst ein von Eisele verwandelter Elfmeter (43.) löste den Knoten. Viel ansehnlicher wurde das Spiel aber auch nicht und nachdem Breznik in der 74. Minute das 2:0 erzielte verließen einige der 1.000 Zuschauer das Lindenstadion.
Erfreulicher war, als man erfuhr, dass Schwechat beim WAC 0:3 verloren hatte – somit führte der SC Eisenstadt vier Punkte vor Schwechat und dem WAC.

Beim vorletzten Herbstspiel hatten die Roten Husaren die Glaserer vom SC Glasfabrik Brunn am Gebirge zu Gast. An diesem Tag konnte keiner der 800 Zuschauer sein Kommen bereuen – außer Brunn-Fans – und nach dem Spiel meinte Gäste-Trainer Professor Hoschek: „Gegen diese Mannschaft ist kein Kraut gewachsen. Eisenstadt ist eindeutig die stärkste Mannschaft in der Regionalliga Ost und wird klar den Titel erringen.

Nach dem 5:0-Sieg über die Brunner war zumindest der Herbstmeistertitel fixiert worden. Thomtetich II sowie Eisele trafen je zweimal und Breznik konnte sich über ein Tor freuen.

Zum Abschluß der Punktejagd gab es nach einer enttäuschenden Leistung nur ein 1:1 beim SV Semperit in Traiskirchen. Komanovits verhinderte mit seinem Treffer in der 74. Minute die zweite Saisonniederlage.

Die Roten Husaren überwinterten mit 22 Punkten, dahinter lauerte der 1. Schwechater SC mit 19 Punkten und der WAC-Tlapa lag mit 17 Zählern auf Rang Drei.

Das letzte Spiel des Jahres 1970 war das aber noch nicht, denn es stand noch das Cup-Spiel beim SK Rapid in Hütteldorf an. Davor schoß sich der SCE aber noch beim 6:3 über den SV Mattersburg warm.
Auf dem tiefen und rutschigen Boden der Pfarrwiese kämpften die Roten Husaren tapfer, doch das Glück war ihnen nicht hold – zudem war Bjerregaard in zu guter Form. Der Däne traf in der 25. Minute zum 1:0. Der Rapidler Ullmann machte das Spiel dann in der 75. Minute noch einmal spannend, da er ins eigene – von Fuchsbichler gehütete – Tor traf. Kurz vor dem Ende ließ Johnny Bjerregaard die 4.500 Fans aber wieder jubeln. Das Cup-Abenteuer war zu Ende. Nun konnte man sich ausruhen und für die wichtige Frühjahrsmeisterschaft in der Regionalliga Ost planen.

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(BF): SCE will Spieler um 1 Million
Als Herbstmeister steht der SC Eisenstadt fest, doch bis zum Meistertitel ist noch ein weiter Weg zu absolvieren. Dennoch machen sich bereits jetzt Eisenstadts Verantwortliche Gedanken, wie es in der nächsten Saison weitergehen soll. Trainer Dr. Schleger hat ein sensationelles Einkaufsprogramm entworfen: Um 1,2 Millionen Schilling will der Betreuer für die NL (falls der Aufstieg gelingen sollte) neue Spieler erwerben. Dabei ist gedacht an zwei echte Klassespieler; eine Angriffsspitze und einen Abwehrspieler, weiters an junge Talente aus dem eigenen Land.
Das sind die Pläne, die Doktor Schleger dem Vorstand des Klubs unterbreitet hat. Bis 15. März soll die Entscheidung über die Vorschläge fallen. Zu diesem Termin beginnt auch wieder der zweite Durchgang in der Regionalliga Ost.
Bis 12. Jänner wurde der gesamte Spielerkader beurlaubt. Ab diesem Datum wird wieder das Training aufgenommen.

Das erste Testspiel wurde in Stotzing locker mit 14:0 gewonnen, danach gastierte der SCE in Neufeld, wo sogar Keeper Sostaric in der zweiten Halbzeit am Felde wirkte und einen Elfmeter verwandelte. Der Neufelder Pepi Hergeth, der viele Jahre später Masseur (und gute Seele) beim SC Eisenstadt wurde, traf bei diesem Spiel einmal für seine Neufelder und einmal per Eigentor für den SCE – Endstand: 9:2 für die Roten Husaren.

Dann ging es ab ins Trainigslager nach Obertraun, wo in den letzten Jahren auch schon meine zweite Lieblingsmannschaft – der Everton Football Club – zu Gast war.
Auf dem Weg nach Obertraun hielt der SCE in der ältesten Stadt Österreichs und trug ein Testspiel gegen den dortigen Sportclub aus. Gegen den Ennser SC war der SCE stets tonangebend und gewann locker mit 5:0.

Es wurde auch verkündet, dass anläßlich der 50-Jahr-Feier des Burgenlandes das in Graz weilende Manchester United am 26. oder 30. Mai ein Freundschaftsspiel gegen den SC Eisenstadt bestreiten soll. Zwar wären die Kosten für das erstmalige Gastspiel eines englischen Klubs im Burgenland sehr hoch, man hoffte aber, dass zumindest 8.000 Zuschauer in Lindenstadion kommen würden, damit es für den SCE kein Defizit geben würde.

Vom Trainingslager ging es dann zu einem Testspiel nach Salzburg, wo der Herbstmeister der Nationalliga – Austria Salzburg – den SCE mit 5:0 überrollte. Die Mannschaft reiste dann gleich weiter nach Ungarn, um einen Probegalopp gegen Vasas Györ zu absolvieren. Vor 3.000 Zuschauern trennten sich die beiden Klubs mit einem 1:1-Remis – für den SCE traf Komanovits drei Minuten vor dem Schlußpfiff.
Schon am folgenden Tag trat der SCE bei Admira Wiener Neustadt an, konnte aber nach dem kräfteraubenden Spiel in Györ nicht volle die volle Kampfkraft aufbringen. Dennoch gab es einen ungefährdeten 3:1-Sieg (Eisele, Thometich II, Scheidl).

Am kommenden Wochenende ging es dann wieder hinter den Eisernen Vorhang, diesmal nach Budapest, wo gegen den Zweitdivisionär Spartacus Budapest gespielt wurde. Die Zuschauer bekamen aber erst in den letzten zehn Minuten etwas zu sehen. In der 80. Minute gingen die Magyaren in Führung, die Eisele per Foulelfmeter ausglich (87.), aber in der 90. Minute musste der SCE noch einen weiteren Treffer hinnehmen.

Dann kam endlich der lang ersehnte Start in die Frühjahrsmeisterschaft, der aber beinahme wieder abgesagt wurde. Von den sieben Spielen wurden nur zwei ausgetragen, und beide fanden im Burgenland statt. Frauenkirchen bezwang Enzesfeld-Hirtenberg mit 1:0 und für den SCE ging es in den Landessüden zu Schlußlicht Rudersdorf.
Die Roten Husaren legten zugleich einen fulminaten Start hin. Schon nach 18 Minuten führten sie mit 4:0. „Eisele und Tometits II geigten auf, daß den Rudersdorfern Hören und Sehen verging.“, so die BF.
Tometits II eröffnete das Toreschießen in der vierten Minute, gefolgt von seinem zweiten Tor in der 12. Minute. Komanovits erhöhte dann auf 3:0 (14.) und Alfred Eisele sorgte in der 18. Minute für eine komfortable 4:0-Führung.
Nach dem Pausentee dauerte es eine Weile, bis der SCE wieder unter Dampf stand und Tometits II traf in der 65. Minute zum 5:0. Komanovits traf dann in der 82. Minute zum 6:0 und nur 120 Sekunden später stand es durch Brodhagen 7:0. Den Schlußpunkt setzte Leskovich mit seinem Treffer in der 87. Minute. Dieses 8:0 ist der höchste Ostliga-Sieg des SC Eisenstadt.

Doch schon im nächsten Spiel folgte die kalte Dusche: Der WAC war zu Gast im Lindenstadion, und bei einem Sieg hätte sich der SCE eines Konkurrenten um den Meistertitel entledigen können. Die defensiv gut stehende WAC-Elf hielt den ersten Angriffswellen der Roten Husaren stand und je länger dann die Partie dauerte, desto länger wurden die Gesichter der Zuschauer. In der Endphase des Spieles konnten die Wiener zwei Tore erzielen und siegten vor gut 1.500 Zuschauern mit 2:0. Somit gewann der WAC beide Saisonspiele gegen den SCE, welche bis dahin seine einzigen Niederlagen waren.

Wiedergutmachung war in Stockerau angesagt, doch in der Alten Au tat sich der SCE schwer und rannte ab der 51. Minute einem 0:1-Rückstand nach. An den Ausgleich glaubten nur noch die wenigsten und die Besucher fragten sich: „Ist das der Tabellenführer der Regionalliga Ost?“
Gegen Ende der Partie drängte der SCE auf den Ausgleich, der unerwartet fiel und für Proteste seitens der Stockerauer sorgte. Die Gastgeber meinten, dass ihr Tormann von zwei Eisenstädtern unfair bedrängt wurde und deshalb keine Abwehrchance hatte.

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Durch den späten Ausgleich und dem 1:1 der Frauenkirchner gegen den zweitplatzierten Schwechater SC konnte der SCE die Distanz von vier Punkten, bei einem Spiel mehr, halten. Nachdem die Schwechater am nächsten Wochenende ihr Nachtragsspiel gegen den 1. Wiener Neustädter SCE aber mit 1:0 gewannen, kamen sie wieder auf zwei Punkte an die spielfreien Eisenstädter heran.

Am Ostermontag bestritt der SCE das Ablösespiel für Rohrer in Siegendorf und gewann dieses mit 4:2, wobei Rohrer selbst gleich drei Tore erzielte. Das vierte schoß Leskovich.

Vor heimischem Puplikum gab es dann im nächsten Ostliga-Spiel gegen den im Mittelfeld herumtümpelten FC Wien ein 2:2, mit dem man nur bedingt zufrieden sein konnte, da die Schwechater bei der Elektra verloren und somit der Vorsprung in der Tabelle auf drei Punkte anwuchs. In der ersten Halbzeit geigte der SCE groß auf, führten aber „nur“ mit 1:0 (Handselfer durch Eisele in der siebten Minute), da der FC Wien-Keeper Müller weitere Treffer verhindern konnte. In der 61. Minute gelang den Wienern, die auch ein gutes Spiel ablieferten, der Ausgleich. Eine Viertelstunde vor dem Ende gelang Breznik das 2:1, doch abermals gelang den Gästen der Ausgleichstreffer.

Am 16. April 1971 wurde dann in der BF verkündet: Günthner SCE-Trainer!
Völlig überraschend platzte Ende voriger Woche die burgenländische Fußballbombe. Der SC Eisenstadt verpflichtete den Linzer Trainer Alfred Güntner, 35, als Betreuer für die nächste Saison! Nach sechs Jahren Tätigkeit (mit eineinhalbjähriger Unterbrechung) wird somit der Vertrag mit Dr. Schleger in beiderseitigem Einvernehmen am Ende der laufenden Meisterschaft gelöst werden.
Alfred Günthner ist in NL-Kreisen kein unbeschriebenes Blatt und gilt als junger, sehr dynamischer Trainer. Der Linzer führte VÖEST Linz in die höchste Spielklasse und schaffte mit der relativ unbekannten Mannschaft auf Anhieb den Verbleib. Derzeit ist er als Betreuer des österreichischen Unter-23-Teams tätig.
„Wir hoffen, mit Günthner den geeigneten Mann für die Betreuung unserer Mannschaft gefunden zu haben“, erklärte dem BF-Sportmagazin Obmann Fister. „Der Vertrag mit Dr. Schleger wurde auf Grund der nicht erfüllbaren Bedingungen betreffend Spielereinkäufe gelöst.“
Günthner wird ab 1. Juli nach Eisenstadt übersiedeln. Lesen Sie auch unser Exklusiv-Interview mit Günthner nebenan.

Das da lautete:
Alfred Günthner ist am 18. 7. 1936 geboren. Seine Fußballer-Karriere begann er beim LASK, seit 1955 war er bei VÖEST tätig, wo er auch ab 1965 als Trainer amtierte. Seine Hobbies sind außer Fußball seine beiden Kinder und Schmalfilmen.
BF: Herr Günthner, freuen sie sich schon auf Ihren Aufgabenbereich in Eisenstadt?
Günthner: Ja, auf alle Fälle. Ich habe bei Eisenstadt einen Zweijahresvertrag unterzeichnet und werde mein Bestes geben.
BF: Kennen Sie einige Spieler des SCE?
Günthner: Fast alle. Besonders gut ist mir Scheidl in Erinnerung (Spiel des SCE in Linz gegen VÖEST, wo Scheidl eine Glanzpartie lieferte).
BF: Sollte der Aufstieg gelingen, was sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Aufgaben für die NL-Saison?
Günthner: Dr. Schleger hat bei meinem zukünftigen Klub gute Aufbauarbeit geleistet, so daß ich sicher mit dem Aufstieg rechne. Natürlich wird unser Hauptziel sein, die NL-Zugehörigkeit zu wahren, was ohne weiteres möglich ist, da der SCE schon eine gewisse Erfahrung in der Nationalliga hat.
BF: Haben Sie schon besondere Pläne wegen Verstärkungen?
Günthner: Selbstverständlich! Allerdings kann ich hier noch keine Namen nennen. Derzeit betreue ich das Unter-23-Team…
BF: Sind Sie ein harter Trainer?
Günthner: Nun, ein Peitschenknaller bin ich nicht! Arbeitsmäßig verlange ich aber sehr viel von den Spielern. In konditioneller Hinsicht muß das Team erstklassig beisammen sein, aber auch in spielerischer Hinsicht will ich vieles verbessern.
BF: Werden Sie ganz nach Eisenstadt übersiedeln?
Günthner: Ja, ab 1. Juli. Meine Familie bleibt allerdings in Linz.

Fußball zum Abgewöhnen gab es dann in Wiener Neustadt zu sehen. Ein starker Regen verwandelte das Feld in eine Rutschbahn und beide Mannschaften lieferten ein Spiel ab, das so manchen Zuschauer zu „Aufhören“-Rufe animierte. Am Ende stand es 0:0. Der SCE war nun schon seit vier Spielen ohne Sieg.

Kaum verwunderlich, dass zum nächsten Spiel auch nur knapp 400 Zuschauer ins Lindenstadion kamen. Das Wetter hat aber auch einwenig zu dem spärlichen Besuch (für damalige Zeiten, ein paar Jahrzehnte später hätten wir uns über 400 Zuschauer sehr, sehr gefreut) und das Spiel fand bei fast irregulären Bodenverhältnissen statt. Die Gäste aus Enzesfeld-Hirtenberg mauerten was das Zeug hielt und gingen mit 0:0 in die Kabinen. Nach dem 1:0 durch Rohrer in der 47. Minute brachen aber alle Dämme. Thometich II traf zwölf Minuten später zum 2:0. Komanovits erhöhte in der 73. auf 3:0, dann schoß Thomietich II das 4:0 (80), gefolgt von Eiseles 5:0 (83.) und Rohrer legte in der 89. Minute noch das 6:0 nach. Nach dem ersten Heimsieg im Frühjahr und der 0:5-Niederlage Schwechats bei Wienerberg führte der SCE nun mit vier Punkten Vorsprung vor dem punktegleichen Duo WAC und Schwechat.

Am Schwechater Germania-Platz stellten die Roten Husaren dann die Weichen Richtung Nationalliga. Trotz der frühen Führung der Hausherren (Kralovics nutzte eine Unachtsamkeit von Sostaric in der ersten Minute eiskalt aus), war der SCE den Bierstädtern klar überlegen. Der SCE-Keeper hatte aber einen rabenschwarzen Tag, weshalb den Schwechatern noch ein zweites Tor (63.) gelang. Da aber Eisele (50.), Thometich II (57.), Komanovits (73.) sowie Bajlicz (89.) den Ball im Netz von Schwechat-Goalie Cumpelik versenkten, gewann der SCE mit 4:2 und baute seinen Vorsprung auf fünf Punkte aus.

Das nächste Meisterschaftsspiel gegen die Elektra lockte schon 1.300 Zuschauer ins Lindenstadion. Der Treffer des Tages fiel in der 19. Minute durch Rohrer. So manche Chance wurde kläglich vergeben und hinten konnte Sostaric per Glanzparade einen Gegentreffer verhindern. Man glaubte schon, dass der SCE einen Heimkomplex hätte, doch am Ende lautete das Resultat SC Roter Husar Eisenstadt vs. FS Elektra Sedlarik Hüte 1:0.
Man freute sich dann nicht nur über die zwei Punkte sonder auch darüber, dass Schwechat in Brunn 1:2 verlor und der WAC daheim gegen den FC Wien nur 1:1 spielte. Somit wuchs der Vorsprung auf den WAC auf sechs Punkte an.

Erinnern Sie sich noch? Nach dem Herbstspiel gegen den SC Tulln wurde den Roten Husaren ein heißer Tanz in der Rosenstadt vorausgesagt.
Zwar konnten die Eisenstädter auch in diesem Spiel nicht restlos überzeugen, doch für einen glatten 4:0-Sieg reiche es allemal. Thometich II gelang in der 36. Minute der Führungstreffer. Nach der Pause erhöhte Kundak auf 2:0 (55), ehe Komanovits mit seinen beiden Treffern (63. und 72.) den 4:0-Endstand besorgte.

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Nachdem der SCE dann auch am darauffolgenden Wochenende den SV Wienerberg mit 2:0 besiegte (Tore: Komanovits und Leskovich per Elfemter), wurde verkündet: SCE ist Meister!
Der SCE hätte zu diesem Zeitpunkt aber noch theoretisch vom WAC überholt werden können – woran aber niemand mehr glaubte.

Es wurde auch noch ein Freundschaftsspiel gegen die Wiener Austria eingeschoben, das der SCE mit 1:0 gewann. „Eisenstadt war vor der Pause leicht und nach Seitenwechsel kalr überlegen. Die Austrianer kamen oft Minuten lang an den Ball“, so die BF damals.

Weiters wurde berichtet, dass ein Stürmer aus der Bundesrepublik Deutschland zum SCE kommen soll. Er soll bei einem Berliner Verein spielen, und dort die meisten Tore erzielt haben. Auf der Suche nach treffsicheren Stürmern war man im Falle, dass das Engagement mit dem Deutschen nicht klappen würde, auch an Simmering-Goalgetter Schuster interessiert. Verhandlungen mit Stering (GAK), Kaiser (Sturm) und Ulmer (VÖEST) hatten sich zerschlagen. Dafür konnten die Verträge mit den meisten aktuellen Spielern verlängert werden. Scheidl unterschrieb für zwei weitere Jahre und auch Alfred Eisele gab seine Unterschrift für einen neuen Vertrag.

Ach ja, inzwischen war der Mai 1971 auch schon wieder Geschichte und von Manchester United war weit und breit nichts zu hören beziehungsweise zu sehen. Dafür trat der SC Roter Husar Eisenstadt anläßlich der 50-Jahr-Feier des Burgenlandes in Oberwart zu einer Doppelveranstaltung an. Zuerst trenne sich eine Stadtauswahl Oberwarts von der Bezirksauswahl Süd mit 4:4 und dann bestritt der SCE das Hauptspiel gegen den jugoslawischen Zweitdivisionär Zeleznica Maribor. Komanovits schoß schon in der 9. Minute das 1:0, dann dauerte es bis zur 50. Minute, bis Thomas auf 2:0 stellte und den Schlußpunkte besorgte Brodhagen in der 59. Minute. 3:0 für den SCE, der drei Testspieler aufbot – nämlich Thomas und Müllner (beide Lichtenwörth) sowie Liesbauer (Austria Klagenfurt).

Nach dem Meisterschaftsspiel in Frauenkirchen floß dann der Sekt in Strömen, denn der 4:1-Sieg im Seewinkel machte den SCE endgültig zum Meister der Regionalliga Ost. Alfred Eisele schoß gleich drei Tore – davon ein Elfmeter, und eines resultierte aus einem Eigentor eines Frauenkirchners.

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Der nächste Gegner, der SCG Brunn/Gebirge, wollte dem neuen Meister mit harten Bandagen die Schneid und beide Punkte abknöpfen. Doch dem SCE reichte eine mäßige Leistung für einen 3:1-Auswärtserfolg. Komanovits traf in der 15. Minute zum 1:0. Hagenauer glich in der 33. Minute für die Glasfabrikler aus. Eisele verwandelte dann in der 56. Spielminute einen Handselfmeter und Thometich II machte eine Minute vor dem Ende das 3:1.

Es wurde auch gleich ein Neuzugang verkündet: Walter Seitl kehrte zum SC Eisenstadt zurück – erzielte für den SC Wacker in der Nationalliga zwölf Tore. Zudem konnte Thomas von Lichtenwörth für ein Jahr leihweise verpflichtet werden. Bezüglich des BRD-Stürmers, der bei Tasmania Berlin* spielte, herrschte noch Unklarheit.
*Tasmania Berlin spielte in der Saison 1970/71 in der zweitklassigen Regionalliga Berlin, wurde dort Meister, scheiterte aber in der Aufstiegsrunde.

Für den SCE stand das letzte Meisterschaftsspiel dieser Saison an. Man hatte es tatsächlich geschafft, sofort wieder aufzusteigen. Die Prognosen vor dem Start in die Meisterschaft hatten sich bewahrheitet. Ebenso für die Rudersdorfer, die gleich wieder absteigen mussten. Die Frauenkirchner, denen man einen Platz im Mittelfeld zugetraut hatte, mussten aber ebenfalls die Regionalliga Ost in Richtung Burgenlandliga verlassen.

Sein letzten Heimspiel trug der SCE aber nicht im Lindenstadion, das für die Nationalliga fit gemacht wurde, aus! Man begab sich dafür nach Mattersburg!
Die Mattersburger unterlagen im Vorspiel dem SC Oberwart mit 1:2 und im Hauptspiel des Tages vor gut 600 Zuschauern enttäuschte der SCE in der Partie gegen den SV Semperit Traiskirchen.

Was soll’s? Der SC Roter Husar Eisenstadt hatte den Meistertitel gewonnen sowie damit verbunden den Aufstieg in die Nationalliga geschafft.

© Gerhard Tinhof / sce1907.wordpress.com

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