Als der Chelsea Football Club zweitklassig war…

…teilte auch der Sportclub Eisenstadt dieses (schwere) Schicksal.

© Gerhard Tinhof / sce1907.wordpress.com

Es war am Ende der Saison 1974/75 als der SCE aus der eben neu gegründeten Bundesliga, der nur noch zehn Mannschaften angehörten, als Letzter absteigen musste. Fast zeitgleich verabschiedete sich der vom heutigen Pomp noch sehr weit entfernte Londoner Klub Chelsea als Vorletzter von der First Division. Eine Liga tiefer schickten sich nun beide an, sofort an die Spitze des jeweils heimischen Fußballs zurückzukehren.

Diese Mission – falls sie überhaupt existierte – ging jedenfalls im Westen Londons und im Osten Österreichs gründlich daneben. Der Chelsea Football Club wurde Elfter (von 22 Mannschaften) und der SCE wurde hinter dem First Vienna Football Club, dem 1. Wiener Neustädter Sport-Club sowie dem Wiener Sport-Club/Post Vierter.

Nach dem letzten Spiel auswärts beim SV St. Veit/Glan, das 3:1 gewonnen wurde, blickte man auf die vergangene Spielzeit zurück:

(BF) Interview mit Willi Heisler:
An der Schwelle einer neuen Spielsaison wäre es interessant zu wissen, wie der Klub mit dem Spieljahr 1975/76 zufrieden war. Dies sowohl in sportlicher, als auch in finanzieller Hinsicht?

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SCE-Klubmanager Willi Heisler

SCE-Klubmanager Willi Heisler

„Wenn man bedenkt, daß sich unsere Klubleitung nach dem Abstieg aus der Bundesliga zu einer Verjüngung der Mannschaft entschlossen hat und man im Laufe der Saison die Verjüngung noch weiter vorantrieb, so wurde in der Winterübertrittszeit Romes und Kirschner abgegeben, Janotka nicht mehr berücksichtigt, Strebele und Klemenschitz nur mehr sporadisch eingesetzt und Bjerregaard die Laufbahn beendete, kann ich mit ruhigem Gewissen die Feststellung treffen, daß wir in sportlicher Hinsicht mit dem Erreichten durchaus zufrieden waren. Mit einer damals noch relativ unroutinierten Mannschaft einen vierten Tabellenrang in der zweithöchsten Spielklasse zu erreichen, wobei noch zu berücksichtigen ist, daß der Abstand zum Zeitplatzierten nur zwei Punkte betrug, ist sicherlich als positiv zu werten. Anders verhält sich die Situation auf dem finanziellen Sektor, hier konnten wir in keiner Weise zufrieden sein. Der Besuch unserer Heimspiele war äußerst gering, ja man kann sogar von einer Zuschauerpleite sprechen. Könnten wir uns nicht auf die großzügige Unterstützung unserer beiden Sponsoren, Römerquelle und Bundesländer, stützen, wäre ein Betrieb im jetzigen Umfang kaum vorstellbar.“

Im Spieljahr 1975/76 war man beim also auf Grund der Verjüngungskur zwar mit sportlichen, nicht aber mit der finanziellen Seite zufrieden. Wo lag die Ursache dieser schlechten Besuche?
„Meiner Ansicht nach liegt die Ursache für den mäßigen Besuch zweifelsohne darin, daß die Mannschaft nicht echt um die absolute Spitze gespielt hat. Zu anderem ist ein Grund auch darin zu erblicken, daß in Österreich derzeit allgemein kein attraktiver Fußball gespielt wird, und die Fußballfans, die nur in Erwartung eines Spitzenspieles ins Stadion kommen, durch die Fernsehübertragungen, wo zumeist nur Spitzenspiele gezeigt werden, ganz einfach übersättigt sind. Auf der anderen Seite bin ich aber der Meinung, wenn man nach einer Verjüngung der Mannschaft schreit, soll man dieser dann auch die nötige Unterstützung geben, wenn auch nicht immer sogenannte Spitzenspiele zu erwarten sind. Leider war dies in der vergangenen Saison nicht der Fall, und ich hoffe, daß in der nächsten Saison in dieser Beziehung eine Besserung eintreten wird.“

In der gestern zu Ende gegangenen Übertrittszeit hat der SCE nur Nachwuchsspieler erworben und dürfte auch in der kommenden Saison die jüngste Mannschaft in der 2. Division sein. Glauben Sie, daß trotzdem ein Spitzenplatz zu halten sein wird?
„Obwohl einige Routiniers (Scheidl, Strebele) in der kommenden Saison nicht mehr dabei sein werden, glaube ich, daß unsere Mannschaft stark genug sein wird, um sich nach Abschluß der Meisterschaft unter den ersten Fünf zu plazieren. Bekräftigt werde ich bei dieser Überlegung von der Tatsache, daß in der letzten Frühjahrsmeisterschaft unsere jungen Spieler nach einer gewissen Anlaufzeit ganz ausgezeichnete Spiele lieferten und schließlich gegen Ende der Vorjahrsmeisterschaft wie alte Routiniers spielten. Ich bin auf der alle Fälle der Ansicht, daß unsere Elf zu den Spitzenmannschaften der 2. Division zählen wird.“

Glauben Sie, könnte es der neuformierten SCE-Mannschaft in absehbarer Zeit gelingen, wieder in die oberste Spielklasse aufzusteigen?
„Ohne zu übertreiben, darf ich die Feststellung treffen, daß wir über einen ganz ausgezeichneten Nachwuchskader verfügen. Wenn sich die jungen Spieler auf Grund ihres Talentes so weiterentwickeln, wie wir das erhoffen, dann bin ich sicher, daß wir in spätestens drei Jahren eine Mannschaft haben werden, die in der 2. Division den Titel erringen und damit wieder Einzug in die oberste Spielklasse halten könnte.“

SCE-Trainer Joschi Granabetter begrüßte folgende Neuzugänge:
Keglevits, Krancz (beide Schachendorf), Strobl, Sauhammel (beide Ollersdorf), Robitza (Oslip), Schiefer II (Krensdorf), Thomschitz (Rust), Tinhof (Müllendorf).

Abgegeben wurden: Solleder (SV Oberwart), Scheidl (Güssing), Strebele (BAC Wien), Klemenschitz (Klingenbach), Beck (Siegendorf), Janotka (abgemeldet)

Der Kader umfasste zudem: Martinschitz, Leurer, Eder, Kloiber, Taschner, Bauer, Eisele, Krenn, Mayer, Rittsteuer, Wolf, Schneider, Reinprecht, Schlögl, Steiger, Kovacs, Reinhalter, Salzer

Vor dem Start der Herbstmeisterschaft spielte Burgenlands „Nationalteam“ zwei Partien gegen die Auswahl der Sozialistischen-Sowjetrepublik Moldawien.
Mit dabei natürlich auch jede Menge SCE-Spieler wie beispielsweise Alfred Eisele, Peter Kloiber, Leo Martinschitz und Erwin Schneider.

Flags
Spiel Eins ging in Oberwart vor 400 Zuschauern mit 1:2 verloren und Spiel Zwei endete am Rasen des SV Leithaprodersdorf vor gut 700 Besuchern in einer 1:3-Niederlage.

Faksimile: BF-OnlinearchivTeam Burgenland 1976

Team Burgenland 1976

Ein Hauch von Weltklasse weilte dann am 7. August in Oggau, wo der neue Sportplatz eröffnet wurde und niemand geringerer als der FC Bayern München zu Gast war. 5.000 Zuschauer lockte dieser Leckerbissen in die kleine Gemeinde am Neusiedler See an, die Müller, Rummenigge, Hoeneß, Beckenbauer & Co. 13:2 siegen sahen.

Faksimile: BF-OnlinearchivUFC Oggau vs. FC Bayern München

UFC Oggau vs. FC Bayern München

Das erste Pflichtspiel der Saison ließ nun nicht mehr lange auf sich warten. Der ÖFB-Cup läutete nämlich die neue Spielzeit ein und auf den SCE wartete in der ersten Runde der SV Heid Telwolle Stockerau. Das Duell mit dem Ligakonkurrent lockte jedenfalls gut gezählte 150 Zuschauer ins Lindenstadion an, und vor dieser gähnenden Leere fehlten zudem die eingeteilten Linienrichter! Zum Glück befanden sich zwei Schiedsrichter unter den wenigen Besuchern, wodurch die totale Blamage abgewendet werden konnte.
Beim SCE fehlte der gesperrte Eisele sowie der kranke Schneider und der Rest der Mannschaft lief in eine glanzlose 0:2-Niederlage, womit der Cup auch schon wieder abgehakt werden konnte.

Nun stand aber die Meisterschaft der 2. Division auf dem Programm, und während es – um ein vorletztes Mals auf den Chelsea FC zu sprechen zu kommen – eben jener Chelsea FC in seiner Second Division mit beispielsweise den Wolverhampton Wanderers, Nottingham Forest, Luton Town, Millwall, Sheffield United, den Blackburn Rovers, Fulham, Cardiff City und Plymouth Argyle zu tun hatte, warteten auf den SCE in de 2. Division folgende Mannschaften aus den übrigen Bundesländern:

WIEN
Wiener Sport-Club/Post
I. Simmeringer SC

NIEDERÖSTERREICH
1. Wiener Neustädter SC
SV Heid Stockerau
Kremser SC
SC Tulln

STEIERMARK
Alpine Donawitz

KÄRNTEN
Austria Klagenfurt
SV St. Veit/Glan
SC Amateure St. Veit/Glan
Wolfsberger AC
Villacher SV

SALZBURG
SAK 1914

VORLARLBERG
SW Bregenz
FC Dornbirn

Ja, korrekt! Gleich fünf Vereine aus Kärnten, dafür keiner aus Oberösterreich und Tirol. Wien nur mit zwei Mannschaften in der Liga und der SCE war nach wie vor Burgenlands einziger Vertreter im bundesweiten Fußball.
Eine Stufe tiefer drängten aber schon weitere „alte Hasen“ des Fußballsports im Osten Österreichs nach. In der Regionalliga Ost jagten nämlich unter anderem folgende Vereine nach Punkten: FAC, 1. Schwechater SC, Badener AC, SV Oberwart, SC Neusiedl/See, ASV Siegendorf, FS Elektra und ASV Kittsee.

Die neue Meisterschaft begann mit dem Auswärtsspiel im kärnterischen St. Veit an der Glan, und zwar beim Aufsteiger SC Amateure.
Vor 1.000 Zuschauern begann der SCE sehr vorsichtig und musste in der 26. Minute den Verlusttreffer hinnehmen. Kurz vor dem Pausenpfiff verwandelte Toni Robitza einen Reinprecht-Eckball per Kopf zum 1:1-Ausgleich. Dabei blieb es auch nach dem Schlußpfiff.

Zur Heimpremiere kamen dann nur knapp 800 Besucher in den Schloßpark und sahen wie sich der SC Eisenstadt einen Punkt gegen Aufsteiger Kremser SC erzitterte. Die Kremser führten ab der 32. Minute fünfzig Minuten lang, als Wolf in der 82. Minute gerade noch den Ausgleich erzielen konnte.

Nach zwei mageren Unentschieden reiste der SCE nun nach Salzburg, wo – wie wir seit dem Bericht „Salzburg: uneinnehmbar“ wissen – es sehr selten Punkte zu holen gab. Und auch diesmal kehrten die Burgenländer mit leeren Händen zurück nach Eisenstadt. In Salzburg-Nonntal setzte es beim SAK 1914 eine gehörige 1:4-Klatsche, bei der Bauer aus einem Elfmeter den „Ehrentreffer“ erzielen konnte.

Beim zweiten Heimspiel dieser Saison konnte auch endlich wieder Alfred Eisele, der sich beim Länderspiel gegen Moldawien verletzt hatte, aufs Spielfeld auflaufen. Doch ein Eisele war gegen den FC Dornbirn, der 400 Zuschauer anlockte, zu wenig.
Genauso trostlos wie das Wetter war auch die Darbietung der Mannschaft.
Die Gäste aus Vorarlberg siegten mit 1:0 und der SCE lang nach diesem traurigen Saisonstart an vierzehnter Stelle.

Faksimile: BF-OnlinearchivSC Eisenstadt v FC Dornbirn 0:1

SC Eisenstadt v FC Dornbirn 0:1

Das nächste Spiel bestritt der SCE in Kärnten beim Wolfsberger AC, wo man schon früh die Hoffnungen auf einen Punktgewinn ad acta legen konnte. Gegentor Nummer Eins fiel in der dritten Minute und der zweite Verlusttreffer wurde in der 16. Minute registriert. Zwar hatte der SCE noch in der ersten Halbzeit zwei sehr gute Möglichkeiten den Anschlußtreffer zu erzielen, doch beide wurden nicht genützt. Dank dieser 0:2-Niederlage zierte der SC Römerquelle Eisenstadt nun das Tabellenende der 2. Division.

Als Folge dessen wurde Josef Granabetter seines Amtes als SCE-Trainer enthoben und der Wiener Neustädter Sepp Schneider als sein Nachfolger präsentiert.

Sein Debüt feierte Schneider dann im Lindenstadion gegen Tulln. Vor 500 Zuschauern lieferten die Eisenstädter eine sehr gute Leistung ab und siegten dank Toren von Christian Keglevits, der sein Debüt in der Kampfmannschaft feierte, Robitza und Kloiber einen komfortablen 3:0-Sieg.

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Trainerwechsel
Joschi Granabetter wechselte dann in die Landesliga zum ASK Baumgarten und der SCE versuchte beim Wiener Sport-Club/Post den Schwung vom ersten Saisonsieg mit nach Wien-Hernals zu nehmen. Vor 5.000 Zuschauern hatten sie aber nie die Chance, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Nur dank der aufopfernd kämpfenden SCE-Abwehr dauerte es bis zu 34. Minute bis die Wiener ihr erstes Tor erzielen konnten. In der zweiten Halbzeit mussten sie dann zwei weitere Gegentreffer hinnehmen. Die 0:3-Niederlage zog den SCE auch wieder ans Tabellenende, wo man punktegleich mit dem Kremser SC nach oben starrte.

Statt eines Heimspieles folgte nun die Auswärtsfahrt zum Bundesliga-Absteiger Austria Klagenfurt. Nur 1.000 Zuschauer erwarteten die beiden Mannschaften im Klagenfurter Wörthersee-Stadion, bekamen dafür aber die Sensation der Runde zu sehen!
Dabei begann das Spiel für den SCE sehr unglücklich: Schon in der dritten Minute gingen die Klagenfurter mit 1:0 in Führung. Der SCE fand nicht zu seinem Spiel und als Eisele in der 37. Minute den Ball verlor, konterten die Hausherren blitzschnell und stellten auf 2:0.
In den noch verbleibenden acht Minuten bis zur Pause gelang dem SCE aber noch das schier Unmögliche – sie konnten nämlich durch zwei Treffer Rittsteuers ausgleichen! Zuerst verwertete er einen Paß von Eisele zum 1:2 und dann eine Flanke Schneiders zum 2:2. Nach dem Pausentee spielten die Gäste aus dem Burgenland groß auf, was selbst die Fans der Klagenfurter Austria auf ihre Seite lockte. Die Klagenfurter Zuschauer feuerten nun auch den SCE an, der durch Rittsteuer – nach idealem Lochpaß von Eisele – das 3:2 erzielte.
Die Austria schaltete nun einen Gang höher und drängte auf das SCE Tor, welches von Leurer gehütet wurde. In dieser Phase sorgte ein von Erwin Schneider abgeschlossener Konter für klare Verhältnisse im Wörthersee-Oval (70.) und vier Minuten vor dem Ende traf Alfred Eisele per Freistoß sogar noch zum 5:2.

Im Lindenstadion hatte der SCE anschließend Kärntner Besuch. Doch wer dachte, dass nach dem heroischen 5:2-Sieg gegen Austria Klagenfurt das Team des SV St. Veit ein Jausengegner sein würde, irrte gewaltig. Vor 750 Zuschauern verlor der SCE mit 0:1 und musste nun erneut nach Kärnten reisen – und zwar zum Villacher SV.

In der Alpenstadt lief der SCE erneut früh einem Rückstand nach, denn in der fünften Minute gelang den Hausherren das 1:0. Diesen Vorsprung konnten die Kärntner in der 66. Minute erhöhen, doch zeigte der SCE Moral und konnte nach dem Anschlußtreffer durch Schneider (70.) sogar noch den Ausgleich durch Rittsteuer verbuchen (80.).

Nach zehn Runden führte DSV Alpine Donawitz ungeschlagen fünf Punkte vor dem 1. Wiener Neustädter SC. Auf Rang Drei der Wiener Sport-Club/Post, gefolgt vom FC Dornbirn. Am Tabellenende lag der SAK 1914 mit sechs Punkten, mit einem Punkt darüber Schwarz-Weiß Bregenz sowie der SC Eisenstadt, und eben jene Tabellennachbarn trafen sich nun im Lindenstadion.

Bei den Bregenzern stand mit Johann Schorn ein SCE-Held vergangener Tage zwischen den Pfosten. Der SCE vergab in diesem (schwachen) Spiel eine Vielzahl an hochkarätigen Torchancen und als sich die Minuten unaufhaltsam der Zahl 90 näherten, konnten sich die Eisenstädter beim Schiedsrichter bedanken, denn der übersah die erhobene Fahne des Linienrichters, der ein Handspiel Robitzas anzeigte, und Rittsteuer konnte in der Folge dessen das entscheidende Tor erzielen.

Faksimile: BF-OnlinearchivSC Eisenstadt v SW Bregenz 1:0

SC Eisenstadt v SW Bregenz 1:0

Nach diesem mühevollen Sieg reiste der SCE zum Hochofenballett in die Obersteiermark, wo 7.000 Zuschauer im Donawitzer Stadion ihre Mannschaft mit dem Schriftzug „ALPINE“ auf dem Leiberl anfeuerten.
Auf dem regennassen Spielfeld waren die Gäste aus Eisenstadt sogar die bessere Mannschaft. Doch dafür kann man sich oft nicht viel kaufen, am Ende hatte der Tabellenführer dennoch die Nase vorn und siegte 2:1.
Erwin Schneider brachte den SCE in der 28. Minute in Führung, die Walter Schachner in der 42. Minute egalisieren konnte und erst ein Eigentor von Steiger (75.) sorgte für den Sieg der Alpine-Elf.

Im Heimspiel gegen den SV Heid Stockerau war vom Elan der vergangenen Partie wenig zu sehen, weshalb erst eine ordentliche Kabinenpredigt von Trainer Schneider das Team wachrüttelte, und man nun eine wie verwandelt spielende SCE-Truppe sah (schade, dass es immer wieder solcher Ansprachen nötig ist, dass Fußballer das tun, wofür sie bezahlt werden!). Erwin Schneider war es dann, der in der 65. Minute den einzigen Treffer dieser Partie erzielen konnte. Der SCE gewann mit 1:0 und lang nun – zwei Runden vor der Winterpause – auf Rang Elf.

Es war wie verhext, denn auch auf der Simmeringer Had musste der SCE schon in der dritten Minute einen frühen Rückstand hinnehmen. Die Simmeringer setzten nun die SCE-Abwehr unter Druck, doch diese hielt Stand und ließ in den restlichen 87 Minuten keinen weitern Gegentreffer zu. Der SCE fing sich auch schön langsam und kombinierte zeitweise prächtig, doch an der Strafraumgrenze waren die Eisenstädter mit ihrem Latein am Ende. Dennoch konnte der SCE noch mit einem Punkt nach Hause fahren, denn Erwin Schneider traf in der 80. Minute aus acht Metern Entfernung in die Maschen.

In diesen Tagen erreichte den SCE aber auch noch zur sportlichen Misere eine ordentliche Hiobsbotschaft: (Faksimile: BF-Onlinearchiv)
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Zum Saisonausklang kamen gar 1.500 Zuschauer ins Lindenstadion, um das Derby mit dem 1. Wiener Neustädter SC zu sehen. Es war ein temporeiches, kampfbetontes und spannendes Spiel, dem nur die Tore fehlten.
Mit dreizehn Punkten lag der SCE auch weiterhin am elften Rang, war aber nicht weit von der Gefahrenzone entfernt, in der sich unmittelbar Villach, Simmering, Wolfsberg und der SAK 1914 befanden. Herbstmeister wurde Alpine Donawitz mit drei Punkten Vorsprung auf den 1. Wiener Neustädter SC und gar fünf auf den Wiener Sport-Club/Post sowie Austria Klagenfurt.

Nach einem langen Winter begann am 5. März 1977 der Existenzkampf des SCE mit dem Heimspiel gegen den SC Amateure St. Veit/Glan….und das nachdem man in den Vorbereitungsspielen teils peinliche Leistungen an den Tag legte. So ging die Generalprobe vor dem Meisterschaftsstart beim SV Pitten mit 2:4 verloren, davor unterlag man Oberwart 1:3 und auch gegen Raba ETO Györ gab es eine 1:3-Niederlage.

Den Auftakt zur Frühjahrsmeisterschaft wollten dann auch kaum 500 Leute sehen und nach den 90 Minuten konnte man auch nur mit dem Ergebnis zufrieden sein. Dank eines Tores durch Erwin Schneider konnte der SCE die Kärntner knapp mit 1:0 gewinnen.

Faksimile: BF-OnlinearchivSC Eisenstadt v SC Amateure St. Veit 1:0

SC Eisenstadt v SC Amateure St. Veit 1:0

Auswärts in der Wachau beim Kremser SC lief es spielerisch schon etwas besser und man führte sogar mit 2:0 (17. Robitza, 42. Schneider), doch nach dem Anschlußtreffer aus einem Elfmeter (75.) gelang den Kremsern zwei Minuten vor dem Abpfiff doch noch der Ausgleich.

Dank dieser drei Punkte lag der SCE nun auf Rang Acht, hatte aber noch keinen ausreichenden Vorsprung auf die Abstiegsränge, um sich in Sicherheit zu wiegen.

Nächster Gast im Lindenstadion war der Tabellenletzte SAK 1914, gegen den man sich zwei Punkte erhoffte. Gut, die zwei Punkte blieben im Burgenland, doch es war ein sehr hart erkämpfter Sieg über das Schlußlicht, den wieder kaum 500 Zuschauer zu sehen bekamen. Höhepunkt des Spieles war natürlich als das einzige Tor fiel: Schneider ersprintete einen Paß von Eisele, SAK-Keeper Friedl konnte den Schneider-Schuß nicht bändigen und Rittsteuer staubte ab (23.).

Als eine im Frühjahr noch ungeschlagene Mannschaft ging es anschließend auf die weite Reise nach Vorarlberg, von wo man dann aber als 0:2-Verlierer aus Dornbirn heimkehrte. Ab der zehnten Minue lag der SCE mit 0:1 zurück, hatte aber bis kurz vor dem Spielende Möglichkeiten doch noch mit einem Punkt die Heimreise antreten zu können. Wieder einmal war Alfred Eisele das Um und Auf in der SCE-Mannschaft und konnte oft nur mit unfairen Mitteln gestoppt werden. Als dann Jacquemond in der 80. Minute das 2:0 erzielte, war die Niederlage perfekt.

Am folgenden Freitag lud der SC Eisenstadt dann zum Flutlichtspiel gegen den Wolfsberger AC ein. Der Tabellenvorletzte aus Kärnten hatte übrigens in allen bisherigen Duellen mit dem SCE (drei an der Zahl) noch keine Niederlage hinnehmen müssen. An jenem Freitag ging diese Serie jedenfalls zu Ende.

Zwar wollten nur knapp 600 Zuschauer diese Partie sehen, doch den Anwesenden wurde ein trefferreiches Spiel geboten:

Faksimile: BF-OnlinearchivSC Eisenstadt v Wolfsberger AC 3:2

SC Eisenstadt v Wolfsberger AC 3:2

Das Spiel begann seitens des SCE mit sehr zerfahren, es reihte sich Fehlpaß an Fehlpaß, doch schön langsam wurde das Spiel flüssiger und Kombinationen funktionierten trotz des aufgeweichten Bodens im Lindenstadion wie am Schnürchen. Es konnte einige gute Einschußmöglichkeiten herausgearbeitet werden, doch im Abschluß scheiterten die SCE-Stürmer kläglich. Zweimal trafen sie aber immerhin die Latte (Eisele, Kloiber).
Die BF berichtete unter anderem: „Die Eisenstädter gehen durch ein Kopftor von Kloiber, der einen Eisele-Corner in den Kasten setzte, in Führung, mußten aber neun Minuten später auf kuriose Weise den Ausgleich hinnehmen. Bei einem Konter schieß Schubel an die Stange, von wo der Ball an Keeper Martinschitz prallte und ins Netz sprang. Nach dem Wechel führt eine herrliche Kombination Wolf-Schneider-Reinprecht durch den Oggauer zum 2:1, und schließlich hebt Wolf, der eine prächtige Leistung bot, nach einem Freistoß die Kugel gefühlvoll über die mauer zum 3:1 ins Kreuzeck. Schließlich fällt nach einer Murkserei der SCE-Abwehr durch Schubel das 3:2.“
Bei diesem Spielstand blieb es auch und zudem wurden dem SCE durch Schiedsrichter Steinbrecher zwei Elfmeter vorenthalten. Adjanov rettete bei einem Schuß Schneiders mit der Hand vor der Linie und Kovacic foulte Wolf im Sechzehner, doch der Elferpfiff blieb aus.

Egal, das Spiel wurde gewonnen und mit zwanzig Punkten lag der SCE auf Rang Sieben, hatte vier Punkte Vorsprung auf die unmittelbare Gefahrenzone, aber auch immer noch ein negatives Torverhältnis (24:26).

Dann ging es in die Rosenstadt Tulln, wo man sich nach einem 0:2-Pausenrückstand gerade noch einen Punkt mit auf die Heimreise einpacken konnte. Rittsteuer gelang in der 58. Minute der Anschlußtreffer und in der 83. Minute gelang Reinprecht der verdiente Ausgleich.

Am Ostermontag bot der in den „Bundesländer“-Dressen spielende SC Römerquelle Eisenstadt seinen Fans einen Leckerbissen im Lindenstadion, gastierte doch der deutsche Zweitligist SC Fortuna Köln in der Landeshauptstadt.
Bei diesem Spiel gelang den Eisenstädtern ein Achtungserfolg, und das obwohl die Gäste aus der Domstadt schnell in Führung gehen konnten. Ludwig nutzte ein Mißverständnis zwischen Strobl und Keeper Martinschitz geschickt aus (8.). Mit der Zeit übernahm dann der SCE das Spielgeschehen in die Hand und spätesten nach dem Ausscheiden von Österreichs Nationalspieler Roland Hattenberger, überließen die Kölner dem SCE das Feld. In einer besonderen Spiellaune befand sich an diesem Ostermontag Eisenstadts Flügelflitzer Erwin Schneider, der kaum mit erlaubten Mitteln vom Ball zu trennen war. Tore von Toni Robitza (65.) sowie Peter Kloiber (79.) sorgten für den überraschenden 2:1-Sieg des SCE gegen Fortuna Köln – und das vor gut 1.000 Zuschauern im Lindenstadion.

Faksmilie: BF-OnlinearchivSC Eisenstadt vs. Fortuna Köln 2:1

SC Eisenstadt vs. Fortuna Köln 2:1

Nach dieser netten Abwechslung ruhte die Liga, da Österreichs Nationalteam in der Qualifikation zur WM 1978 in Argentinien in Wien auf die Türkei traf. Der SCE spielte daher am Freitag ein Testspiel gegen den ASK Eggendorf, das 4:0 gewonnen wurde (Tore: Wolf, Eisele, Reinprecht, Schneider) und am Sonntag siegte Österreich mit 1:0.

Der Alltag ging mit einem Heimspiel weiter. Gast war der als Sportklub bezeichnete Wiener Sport-Club, der auch noch das Anhängsel /Post im offiziellen Namen trug. Der Sportkl.. äh Sportclub – oder Sport-Club… Also, die Hernalser Postlerklubsportler waren immerhin Tabellenzweiter und nur einen Punkt hinter Leader DSV Alpine in der Liga platziert…

Über dieses Spiel berichtete die BF folgendermaßen:
Prachtpartie des SCE. Fredl Eisele geigte auf!
SC Römerquelle Eisenstadt gegen Sportklub-Post 1:1 (0:1)
Lindenstadion, 2.500
Das war wieder einmal Fußball, wie ihn der Fan haben will und das Burgenland schon längere Zeit entbehren mußte. Schnell, gute Kombinationen, harte Einlagen, einige kernige Schüsse und gute Tormannleistungen. Dazu eine prächtige Stimmung auf den Zuschauerrängen, die uns an wesentlich bessere Fußballzeiten erinnerte. Daß dabei die Burgenländer unter den Tiefstrahlern des Lindenstadions mit den hochfavorisierten Wienern nicht nur mithalten konnten, sondern über weite Strecken auch den Ton angaben, war dabei das besonders Erfreuliche. Vor allem war es aber ein Spiel des großartig auftrumpfenden SCE-Mannschaftskapitäns Fredl Eisele, der mit fairen Mitteln kaum vom Ball zu trennen war und seine berühmteren Gegenspieler Starek, Hof, Ritter und Happich ausstach.
Souverän in der SCE-Mannschaft – Trainer Schneider: „Die junge Mannschaft befindet sich auf dem richtigen Weg und wird sicherlich noch mit einer weiteren Steigerung aufwarten.“) – auch der gesamte Abwehrblock, der von Gerhard Horvath sehr umsichtig dirigiert wurde und die Wiener Stürmer gänzlich entschärfte.
Der Sportklub, in der Frühjahrsserie die erfolgreichste Mannschaft, spielte recht clever, doch hätte man von der Truppe doch wesentlich mehr Offensivdrang erwartet.
Sehr fragwürdig der Führungstreffer der Wiener. Bei einem Angriff des Sportklubs ertönte ein Pfiff, die Eisenstädter blieben stehen, so daß Demel ungehindert einschießen konnte. Die Proteste der Eisenstädter blieben wirkungslos, da Schiedsrichter Nehoray erklärte, der Pfiff sei aus dem Zuschauerraum und nicht von ihm gekommen. Der mehr als verdiente Ausgleich fiel in der 58. Spielminute, als Schneider List nach Zuspiel von Reinprecht aus kürzester Distanz bezwang.

Faksmilie: BF-Onlinearchiv
SCE v Wiener Sport
Faksmile: BF-Onlinearchiv
Tabelle 22Dann stand das WM-Qualifikationsspiel gegen Malta auf dem Programm, das ja mit 9:0 gewonnen wurde und Hans Krankl sechs Tore erzielte.

Die 23. Meisterschaftsrunde brachte dann die Klagenfurter Austria nach Eisenstadt, wo diesmal nur 900 Menschen das Spiel beobachten wollten.
Auf die ersten Tore mussten die Zuschauer jedenfalls nicht lange warten, Wolf traf in der sechsten Minute zum 1:0 für den SCE, doch gleich im Gegenzug konnte Larionovs ausgleichen. In der 34. Minute stellte Erwin Schneider nach einem Freistoßtrick den Vorsprung wieder her und in der zweiten Halbzeit erhöhte Rittsteuer auf 3:1 (51.).  Der SCE besiegte Austria Klagenfurt mit 3:1 und war nun auf den sechsten Platz gehüpft, punktegleich mit dem SV St. Veit und nur noch einen Punkt hinter dem eben erst besiegten Klub aus der Landeshauptstadt Kärntens.

Faksimile: BF-OnlinearchivSC Eisenstadt vs. Austria Klagenfurt 3:1

SC Eisenstadt vs. Austria Klagenfurt 3:1

Beim unmittelbaren Tabellennachbarn aus St. Veit/Glan nahm das Unglück bereits früh seinen Lauf. In der sechsten Minute schoß Csarman aus 30 Metern Entfernung einen Freistoß, den Martinschitz nicht bändigen konnte – 0:1.
Nach der Pause erhöhte Golautschnig auf 2:0 (56.), Toni Robitza gelang erst spät der Anschlußtreffer (80.), doch mitten in der Schlußoffensive ertönte ein fragwürdiger Elfmeterpfiff. Golautschnig verwandelte zum 3:1.

Die Spiele gegen Vereine aus Kärnten gingen mit dem Heimspiel gegen den Villacher SV weiter. Diesmal fehlte aber Ossi Steiger, der mit dem Junioren-Nationalteam bei einem Turnier in Belgien weilte.
Gegen den VSV geriet der SCE wieder einmal früh in Rückstand – diesmal in der achten Minute. Robitza konnte praktisch mit dem Pausenpfiff den Ausgleich erzielen, doch weitere Tore wollten vor knapp 700 Zuschauern keine mehr fallen. Der SCE und die Gäste aus Villach trennten sich 1:1 unentschieden.

Nach den Kärnten-Wochen reiste der SCE nach Vorarlberg, wo sie es neben der Schwarz-Weiß-Mannschaft aber auch noch mit dem Schiedsrichterteam zu tun bekamen. Laut dem Berichterstatter der BF sollen beide Gegentreffer auf nicht reguläre Art und Weise zustande gekommen sein: „Beim 1:0 durch Kornexl hat der Torschütze, der einen Freistoßball von Kastner per Kopf ins Netz setzte, Ossi Steiger mit den Händen weggestoßen und beim zweiten Treffer, ebenfalls nach einem Kastner-Freistoß, stand nicht nur der Torschütze Rhylko in Abseitsposition, sondern auch zwei weitere Vorarlberger.“
Bitter, dass das zweite Tor zwei Minuten vor dem Abpfiff beim Stand von 1:1 fiel. Somit begab sich der SCE mit null Punkte auf die lange Heimreise von Bregenz ins Burgenland.

An der Tabellenspitze der 2. Division hatte sich inzwischen auch etwas getan, denn nach der überraschenden Niederlage von Tabellenführer Alpine Donawitz in Tulln konnte der Wiener Sport-Club/Post die Führung übernehmen, und diese im direkten Duell, das 1:1 endete, behaupten.
Nun kam aber der vom Thron gestoßene Klub aus der Obersteiermark ins Lindenstadion und versprach jene Atmosphäre mitzubringen, nach der man sich in Eisenstadt seit dem Abstieg vor zwei Jahren so lange sehnte.
Immerhin kamen gut 3.200 Besucher, die ein gutes Spiel beider Mannschaften sahen, aber auch Zeugen einen harmlosen SCE-Sturms wurden.
Hinzu kam, dass der SC Eisenstadt natürlich schon wieder sehr früh einem Rückstand nachlaufen durfte – Kronsteiner schloß nämlich in der dritten Minute einen Konter mustergültig ab. Er war es auch, der in der 49. Minute das 2:0 für die Alpine-Elf schoß, und dabei blieb es auch nach 90 Minuten.

Die matten Ergebnisse der letzten Runden ließen den SCE nun sogar auf den zehnten Rang abrutschen. Drei Runden vor dem Ende der Meisterschaft hielt man bei 25 Punkten und hatte fünf Punkte Vorsprung auf den Drittletzten – den Wolfsberger AC.

Punktezuwachs erhoffte man sich beim unteren Tabellennachbarn aus Stockerau. Und siehe da! In der Alten Au siegte der SCE nach Toren von Schlögl und Schneider mit 2:1. Damit waren die letzten, ganz kleinen Abstiegssorgen endgültig verjagt.

Zum letzten Heimspiel gegen den I. Simmeringer SC kamen dann gut 1.500 Zuschauer, die diesmal den SCE früh in Führung gehen sahen: Erwin Schneider schloß eine Kombination in der vierten Minute perfekt ab – 1:0. Beim Ausgleichstreffer hatte man dann Pech, der der Ball prallte von Ossi Steiger ab und landete im Netz von Leo Martinschitz. Davon ließen sie sich aber nicht entmutigen und Reinprecht stellte in der 22. Minute auf 2:2. Nach der Pause fiel dann noch je ein Treffer auf beiden Seiten. Für die Gäste war Dokupil aus einem Elfmeter erfolgreich und Wolf erzielte in der 70. Minute den dritten Treffer des SCE.
Eisenstadt besiegte Simmering mit 3:2 und lag nun vor dem letzten Spiel auf Rang Sieben.
Tabellenführer war der Sport-Club, führte aber nur einen Punkt vor Alpine Donawitz.

Die letzte Meisterschaftsrunde bestritt der SC Römerquelle Eisenstadt in Wiener Neustadt, dessen SC den Dritten Platz schon fixiert hatte.
Eintausend Zuschauer wohnten diesem „Derby“ bei, und hätten nach der Pause wohl keinen Groschen mehr auf den SCE gewettet, denn der SC Radio-Winkler Wiener Neustadt führte mit 2:0.
Mit einer Niederlage wollte sich der SCE aber keineswegs von dieser Meisterschaft verabschieden und kam zunächst durch Robitza auf 1:2 heran (64.), ehe Reinprecht sogar der Ausgleich gelang (70.).

Es war das zehnte Remis dieser Saison, und bei zehn Siegen und ebenfalls zehn Niederlagen hatte der SCE 1976/77 eine sehr ausgeglichene Bilanz vorzuweisen.

Meister wurde der Wiener Sport-Club/Post, der beim SC Amateure St. Veit 3:2 gewann. DSV Alpine musste sich mit dem Vize-Meistertitel zufrieden geben, Dritter wurde der 1. Wiener Neustädter SC und Bundesliga-Absteiger Austria Klagenfurt belegte Rang Vier. Es folgten Dornbirn, Simmering sowie der SC Römerquelle Eisenstadt auf Platz Sieben.
Den Gang in die Regionalligen mussten der Wolfsberger AC, der Kremser SC sowie der SAK 1914 antreten.
Dafür wurde aber der ASV Kittsee Meister der Regionalliga Ost, wodurch es nun zu einem echten Burgenland-Derby in der 2. Divison kommen sollte.

Das war sie also, die Saison 1976/77, als der SC Eisenstadt noch immer zweitklassig war und dies auch noch einige Zeit bleiben würde.

Ach ja, in Englands zweiter Liga schafften die Wolverhampton Wanderers, der Chelsea Football Club sowie Nottingham Forest den Aufstieg in die First Division.

Andere zweite Ligen endeten im Sommer 1977 folgendermaßen:

Deutschland – 2. Bundesliga Nord (Top five):
1. FC St. Pauli
2. Arminia Bielefeld
3. Wuppertaler SV
4. Bayer Uerdingen
5. Hannover 96

Deutschland – 2. Bundesliga Süd  (Top five):
1. VfB Stuttgart
2. 1860 München
3. Kickers Offenbach
4. FC 08 Homburg
5. 1. FC Nürnberg

Schottland – Division One (Top five):
1. St. Mirren FC
2. Clydebank FC
3. Dundee FC
4. Greenock Morton FC
5. Montrose FC

Italien – Serie B (Top five):
1. Lanerossi Vicenza
2. Pescara Calcio
3. Atalanta Bergamo
4. Cagliari Calcio
5. AC Monza

Frankreich – Ligue deux A (top five):
1. AS Monaco
2. FC Gueugnon
3. SC Toulon
4. Olympique Avignon
5. AJ Auxerre

Frankreich – Ligue deux B (Top five):
1. RC Strasbourg
2. FC Rouen
3. FC Tours
4. Amicale de Luce
5. Stade Quimper

Spanien – Segunda Division (Top five):
1. Sporting Gijon
2. FC Cadiz
3. Rayo Vallecano
4. Real Jean
5. Real Oviedo

Sowjetunion – 2. Liga (Top five):
1. Spartak Moskau
2. Pahtakor Tashkent
3. Tavria Simferopol
4. Dinamo Minsk
5. Pamir Dushanbe

…und in den USA gewann New York Cosmos mit Franz Beckenbauer und Giorgio Chinaglia die NASL-Meisterschaft durch einen 2:1-Finalsieg über die Seattle Sounders.

© Gerhard Tinhof / sce1907.wordpress.com

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