Graz revisited

Ahh, ein kleiner, feiner Wochenendausflug in eine Stadt, in der der SCE jahrzehntelang zu Gastspielen vorbeigeschaut hat. Den SC Eisenstadt gibt’s nimmer, die Stadt steht aber noch: Graz.
Panther

© Gerhard Tinhof / sce1907.wordpress.com

Das erste Auswärtsspiel, das eine burgenländische Mannschaft im österreichweiten Fußballbetrieb absolvierte, fand in Graz statt. Natürlich war es nicht der SCE, der es bestritt, denn der steuerte 1951/52 den Wiederaufstieg in die Landesliga an, sondern der Sportclub Oberwart.

Die Oberwarter waren die ersten Burgenländer, die den Aufstieg in die Staatsliga B schafften, wo sie nun auf zwei Grazer Klubs trafen. Den Anfang machte das Spiel der 1. Runde beim Grazer SC, der ebenfalls neu in der Liga war. Spiel Nummer Zwei fand eine Woche später auch gleich in Graz statt, wo man dann auf den ESV Austria Graz traf.

Zuerst verlor der SC Oberwart gegen die Straßenbahner des Grazer SC (beziehungsweise Grazer SK, denn hier findet sich Widersprüchliches) mit 2:4 und dann vor gut 8.000 Zuschauern in der „Gruabn“ gegen die Eisenbahner der Grazer Austria mit 2:5. Das Spiel auf dem Sportplatz des SK Sturm fand im Rahmen einer Doppelveranstaltung statt. Zuerst bekamen die Besucher das Staatsliga B-Spiel zu sehen, um anschließend den Staatsliga A-Kick zwischen dem SK Sturm und dem Wiener Sport-Club zu genießen (Sturm gewann die Saisoneröffnung mit 1:0).

Bei der hohen Anzahl an Absteigern konnten sich die Südburgenländer aber nicht in der Liga halten. Ersetzt wurden sie vom ASV Neufeld, der aber eine ganz katastrophale Saison spielte und sein Gastspiel in Graz beim ESV Austria mit 0:7 Toren verlor (wieder eine Doppelveranstaltung in der „Gruabn“ mit SK Sturm vs. FAC 2:2 vor gut und gerne 4.000 Zuschauern).

Als nächste versuchten sich die Mattersburger in der B-Liga, die als Vorletzte auch gleich wieder absteigen mussten. Deren zwei Auswärtsspiele in der steirischen Hauptstadt gingen folgendermaßen aus:

1.: Ende Oktober 1953 war man zu Gast auf dem GAK-Platz und bestritt das Vorspiel zur A-Liga-Partie GAK vs. SK Admira (4:3). Der SV Mattersburg wurde in diesem Spiel gegen den Grazer SC vernichtend mit 0:11 geschlagen.

2.: Im Frühjahr 1954 konnten sie dafür das Spiel gegen den ESV Austria Graz mit 2:1 gewinnen. Dies war natürlich auch wieder eine Doppelveranstaltung, diesmal in der „Gruabn“ bevor sich Sturm und die Salzburger Austria duellierten (2:0).

1954/55 vertraten dann die Zuckerleute aus Siegendorf das Burgenland in der Staatsliga B, und siehe da: Sie schafften als Erste den Klassenerhalt.
Dabei mussten sie auch gleich dreimal zu Auswärtsspielen nach Graz reisen, denn der SK Sturm Graz war aus der A-Liga abgestiegen.

Am Sonntag, den 19. September 1954, war die Grazer „Gruabn“ Schauplatz einer interessanten Doppelveranstaltung, denn das „Vorspiel“ war das Stadtderby zwischen den Eisen- und den Straßenbahnern. Der Grazer SC, der den steirischen Panther im Wappen tragen darf, hob dabei die Austria mit 4:1 aus den Schienen und anschließend gewann der SK Sturm gegen Siegendorf mit 2:0.
Die Siegendorfer präsentierten sich in diesem Spiel in hervorragender Form und sorgten dafür, dass das Grazer Publikum für sie Stimmung machte.
Die „Neue Zeit“ schrieb sogar: „Die Siegendorfer waren die bisher besten Burgenländer, die man in Graz zu sehen bekam. Bei ihnen war der Abwehrblock mit dem Torhüter [Dragodinits] and der Spitze überragend und der Angriff spielte besonders nach der Pause ein Spiel, das Klasse verriet.“

Das Auswärtsspiel gegen den ESV Austria verloren die Rothemden mit 2:4 und jenes gegen den Grazer SC mit 1:2 (alles natürlich wieder Doppelveranstaltungen)
Am Ende der Saison war Sturm Meister der B-Liga und der ESV Austria Graz, der Zweiter wurde, schaffte die Qualifikation zur A-Liga in der Relegation gegen den FC Dornbirn.

Somit blieb dem ASV Siegendorf nur noch der Grazer SC als Gegner aus der steirischen Metropole übrig. Burgenländischen Aufsteiger in die B-Liga gab es diesmal nicht, denn die Oberwarter scheiterten in den Qualifikationsspielen.

Die nächsten Graz-Spiele burgenländischer Teams:
1955/56: Grazer SC vs. ASV Siegendorf 3:3
1956/57: ESV Austria Graz vs. ASV Siegendorf 3:2
Grazer SC vs. ASV Siegendorf 2:5
1957/58: ESV Austria Graz vs. ASV Siegendorf 2:3
Grazer SC vs. ASV Siegendorf 1:2
ESV Austria Graz vs. SV Mattersburg 1:3
Grazer SC vs. SV Mattersburg 3:2
1958/59: ESV Austria Graz vs. ASV Siegendorf 3:2
SK Sturm Graz vs. ASV Siegendorf 1:1

Das 1:1 beim SK Sturm, das kaum 1.500 Zuschauer sehen wollten, war vorläufig das letzte Gastspiel eines Burgenländers in Graz, denn die Regionalligen wurden anstelle dieser fragwürdigen B-Liga ins Leben gerufen.

Die Staatsliga-B-Graz-Bilanz sieht folgendermaßen aus:
17 Spiele; 5 Siege (3x Siegendorf, 2x Mattersburg), 2 Remis, 10 Niederlagen.

Nun aber zu jenem Klub, ohne den es mittlerweilen im Burgenland schon ziemlich fad geworden ist:
1967 wurde dann der SC Eisenstadt Meister der Regionalliga Ost und schaffte damit den Einzug in die Nationalliga, wo nun auch für den SCE Auswärtsfahrten nach Graz auf dem Programm standen.

Das Unheil nahm aber schon beim ersten Auftritt in Graz seinen Lauf: In der dritten Meisterschaftsrunde gastierte der Aufsteiger beim SK Sturm in dessen „Gruabn“, wo von den ca. 8.000 anwesenden Zuschauern gut 800 aus dem Burgenland waren.
Der SCE bot eine gute Leistung, doch in der 36. Minute brachte das Eigentor von Hitzel die Eisenstädter völlig aus dem Tritt. Die in den schwarz-blauen „Inter-Dressen“ spielenden Rot-Weißen aus dem Burgenland gingen schlussendlich als 0:2-Verlierer vom Platz.

Faksimile: BF-Onlinearchiv1967: SK Sturm vs. SCE  2:01967: SK Sturm vs. SCE 2:0

Das Spiel beim GAK fand dann am 11. November 1967 auf dem GAK-Platz in der Körösistraße 57 statt. Doch bevor es zu diesem Duell kam, bestritten die SCE-Spieler noch ein paar Spiele außerhalb des Meisterschaftsprogrammes der Nationalliga.

Am Wochenende vor dem GAK-Spiel war nämlich Pause im Ligabetrieb, da Österreichs Nationalteam in der EM-Qualifikation auf Griechenland traf. Das Spiel wurde beim Stand von 1:1 abgebrochen, weil ein Zuschauer auf das Spielfeld eindrang und griechische Spieler attackierten, und es anschließend zu Raufhandlungen kam.
Weit ruhiger ging es da beim Duell der beiden Amateur-Nationalmannschaften Österreichs und der Schweiz zu, wo zwei SCE-Spieler mit dem Adler auf der Brust mit von der Partie waren: Keeper Schorn sowie Granabetter.

Faksimile: BF-Onlinearchiv
Amateur NationalteamEinige andere Spieler von der Kampfmannschaft spielten bei der Landesliga-Partie der 1b-Mannschaft gegen den UFC Halbturn mit – Endstand 4:1 für die SCE-1b.
Dann gab es noch zwei Freundschaftsspiele bevor es ab nach Anger bei Weiz ging, wo sich der SCE wieder vor seinem Graz-Besuch einquartierte.
Beim Flutlichtspiel gegen den ASV Siegendorf gab es neben der 1:4-Niederlage, und dann gewann man beim FC ÖMV Stadlau mit 3:1.

Dann kam der 11. 11. und am GAK-Platz trennte sich der Fünfte vom auf Platz Zwölf liegenden SCE dem Datum passend mit 1:1. Vor gut 400 mitgereisten burgenländischen Fans ging der SCE vor insgesamt ca. 4.500 Zuschauern in der siebzehnten Minute durch Komanovits mit 1:0 in Führung, die der GAK in der zweiten Halbzeit noch ausgleichen konnte.

Der erste Punkt in Graz war gemacht, allerdings sollte auch nicht wirklich viele mehr dazukommen! In der nächsten Saison gab es zwei 0:1-Niederlagen in der steirischen Hauptstadt.

In der Abstiegssaison 1969/70 gastierte der SCE erstmals in der 13. Runde in Graz, und zwar beim SK Sturm. Vor knapp 8.000 Zuschauern gewann der SC Roter Husar Eisenstadt im November gegen den SK Sturm-Durisol Graz nach einer taktischen Meisterleistung mit 2:0! Die Tore beim ersten Auswärtssieg in Graz machten Solleder und Komanovits.

Faksimile: BF-Onlinearchiv1969: SK Sturm vs. SCE  0:2
1969: SK Sturm vs. SCE 0:2

Im März 1970 folgte dann das Gastspiel beim GAK, bei dem es gleich acht Tore zu sehen gab. Auf dem mit ein paar Schneeresten befleckten GAK-Platz holte der SCE einen 1:3 Rückstand auf, doch nach dem 3:3 gelang den Grazern noch zwei weitere Tore. Der SCE verlor mit 3:5 und am Ende der Saison mussten die Eisenstädter aus der Nationalliga absteigen.

Faksimile: BF-OnlinearchivGAK vs. SCE  5:3
GAK vs. SCE 5:3

Nach dem sofortigen Wiederaufstieg bestritt der SCE im September 1971 sein nächstes Spiel in Graz. In der „Gruabn“ sah der SCE schon wie der sichere Sieger aus, führte er doch in der 83. Minute 1:0, nachdem Bajlics an seinem 19. Geburtstag das Tor in der 40. Minute schoß. In de 84. Minute stand es dann aber 1:1, und dabei blieb es auch nach dem Schlußpfiff.

Faksimiles: BF-Onlinearchiv1971: SK Sturm vs. SCE  1:1
1971: SK Sturm vs. SCE 1:1

1971: SK Sturm vs. SCE  1:1

1971: SK Sturm vs. SCE 1:1

Gegen den GAK gab es dann im Oktober 1971 eine 1:2-Niederlage.

In den kommenden beiden Spielzeiten spielte der SCE beim GAK jeweils 1:1 und beim SK Sturm setzte es stets eine 0:1-Niederlage.

Mit der Einführung der Zehner-Bundesliga musste sich der GAK in die zweite Liga verabschieden, wodurch es nur noch Auswärtsfahrten zum SK Sturm gab. Durch den neuen Modus fanden aber dennoch zwei Auswärtsspiele in Graz statt, und sie sollten für den Rest der Siebziger-Jahre die letzten sein…

Die siebte Runde führte den noch sieglosen SCE nach Graz-Liebenau, wo es vor knapp 4.000 Zuschauern den zweiten Auswärtssieg in Graz sowie den ersten Meisterschaftssieg zu bejubeln gab. Die Tore beim 2:1-Erfolg erzielten Schneider und Romes.

Am 19. April 1975 war der SCE erneut Gast beim SK Sturm, und blieb auch im vierten Spiel gegen die Grazer unbesiegt. Ein Freistoß-Tor des Dänen Johnny Bjerregaard sicherte dem SCE im Liebenauer Stadion einen Punkt. Dennoch stieg der SCE in die zweite Liga ab, wo in den kommenden Jahren aber nie ein Grazer Verein spielte.

Faksimile: BF-Onlinearchiv1975: SK Sturm vs. SCE  1:11975: SK Sturm vs. SCE 1:1

Nachdem sich der SCE in der Saison 1979/80 den Meistertitel der 2. Division sicherte, warteten nun gleich vier Auswärtsspiele in Graz, bei denen es aber nur zwei Unentschieden zu holen gab. Gegen Sturm verlor man 0:1 und spielte dann 1:1; beim GAK gab es ein 0:0 und das zweite Spiel ging 1:3 verloren… und bekanntlich stieg der SCE abermals ab.

In der übernächsten Saison war der SCE aber schon wieder zurück im Oberhaus des österreichischen Fußballs, das nun auf sechzehn Vereine aufgestockt wurde.

Am 30. Oktober 1982 war dann der SC Eisenstadt Gast bei der Wiedereröffnung des Sturm-Platzes – der „Gruabn“. Nach neun Jahren Pause füllten an die 12.000 Zuschauer den ehrwürdigen Platz in Graz-Jakomini, wo sich der SCE als braver Gast erwies und 0:4 verlor.

Faksimile: BF-Onlinearchiv1982: SK Sturm vs. SCE  4:0
1982: SK Sturm vs. SCE 4:0

Dafür konnte der SCE in dieser Saison erstmals auswärts den GAK besiegen. Am 2. April 1983 war’s (28 Jahre später – am 2. April 2011 – wurde der SCE behördlich aufgelöst), als der SCE durch Tore von Rupprecht und Radakovits 2:0 im Liebenauer-Stadion gewann und damit sogar die Qualifikation zum Intertoto-Cup schaffte (der SCE lag nach diesem Sieg auf Rang Fünf der 1. Division).

Faksimile: BF-Onlinearchiv1982: GAK vs. SCE  0:21982: GAK vs. SCE 0:2

1983/84 gab es dann zwei Niederlagen in Graz:
SK Sturm vs. SCE 2:1
GAK vs. SCE 2:1

In der Saison 1984/85 gab es dann beim SK Sturm wieder eine Niederlage – 0:2; dafür konnte man zum zweiten Mal beim GAK gewinnen. Felix Latzkes SC Eduscho Eisenstadt besiegte den GAK-Ringschuh vor kaum 1.600 Zuschauern im Liebenauer Stadion. Goldtorschütze war Erwin Schneider in der 64. Minute.

Faksimile: BF-Onlinearchiv1984: GAK vs. SCE  0:11984: GAK vs. SCE 0:1

Dieser Sieg am 3. November 1984 sollte zugleich der letzte Auswärtssieg in Graz bleiben, denn in den letzten Bundesliga-Jahren gab es für den SCE in der Hauptstadt der grünen Mark nicht mehr viel zu holen.

Ab der Saison 1985/86 gab es dann den Play-Off-Modus, bei dem der SCE im Grunddurchgang der 1. Division beim SK Sturm 0:0 spielte und beim GAK 1:3 verlor. Während die beiden Grazer Klubs anschließend im Meister-Play-Off mitwirkten, musste der SCE im Mittleren-Play-Off um den Verbleib in der 1. Division kämpfen, was auch gelang.

Im Grunddurchgang der 1. Division 1986/87 bestritt der SCE am 20. November 1986 sein letztes Spiel in der „Gruabn“. Dabei gab es das vierte 0:0 in Folge.

Faksimile: BF-Onlinearchiv1986: SK Sturm vs. SCE  0:01986: SK Sturm vs. SCE 0:0

Im Oktober war der SCE dann am GAK-Platz, dem Casino-Stadion, zu Gast, wo es nach 22 Minuten schon 3:0 für die Hausherren stand. Am Ende ging das Spiel 2:4 verloren. Beide Klubs schafften es nicht ins Meister-Play-Off und trafen nun im Mittleren-Play-Off erneut aufeinander.

Das letzte Meisterschaftsspiel des SC Eisenstadt in Graz fand am 20. Juni 1987 statt. An die 4.500 Zuschauer waren im Casino-Stadion anwesend und mussten lange auf das einzige Tor des Spieles warten. Sollten sich auch ein paar SCE-Fans im Stadion befunden haben, dann waren sie nach diesem Tor natürlich nicht gut gelaunt. Denn durch den Treffer Hasenhüttls ging der SCE abermals als Verlierer und war eine Woche später „nur noch“ ein Zweitdivisionär.

Faksimile: BF-Onlinearchiv1987: GAK vs. SCE  1:0
1987: GAK vs. SCE 1:0

Die Bilanz des SC Eisenstadt in Graz fiel ernüchternd aus:

SK Sturm Graz
15 Spiele: 2 Siege, 5 Remis, 8 Niederlagen

GAK
14 Spiele: 2 Siege, 4 Remis, 8 Niederlagen

Somit gab es in 29 Auswärtsspielen magere vier Siege, neuen Partien endeten unentschieden und satte sechzehn Mal fuhr man als Verlierer zurück ins Burgenland.

Und nun, knapp 27 Jahre später, begab ich mich auf Spurensuche nach Graz. Nicht, dass es mein erster Besuch der steirischen Metropole war, nein, da gab es schon eine Handvoll – auch fußballtechnisch: Den Anfang machte mal das Stadtderby (19.08.2001: 2:0 für Sturm in der ausverkauften Arena), dann war ich beim UEFA-Cup-Spiel des GAK gegen APOEL Nikosia (2002: 1:1) sowie beim Intertoto-Duell des SK Sturm gegen den VfL Wolfsburg (2005: 1:3).

Ob die SCE-Fans, Funktionäre beziehungsweise auch die Spieler bei den Graz-Besuchen auch die Zeit hatten, die Schönheiten dieser Stadt zu besichtigen?

Zumindest für die Spieler war der Ablauf sorgfältig geplant. Wie schon in den Berichten über Auswärtsspiele in Salzburg und Tirol erzählt, bekam der SCE auch von den Grazer Vereinen die obligatorische Einladung zum fälligen Meisterschaftsspiel per Post. Während fast alle Vereine einen Brief schickten, hat der SK Sturm Graz das ganze schlicht mit einer für diesen Zweck vorgefertigten Postkarte erledigt.

Der SCE hat natürlich fein säuberlich alle nötigen Informationen zu den Auswärtsfahrten vermerkt. Beispielsweise Treffpunkt, Fahrzeit, Essen, Hotel u.v.m., es war ja schließlich ein Spiel der obersten Liga Österreichs und keine Kaffeefahrt.

Zum Abschluß dieses Berichtes über Auswärtsspiele burgenländischer Vereine – und im Besonderen natürlich der des SC Eisenstadt – in Graz bis 1987 zeige ich hier ein paar Bilder von meinem Besuch, bei dem natürlich auch der Fußball nicht fehlen durfte:

Der Grazer Uhrturm

Der Grazer Uhrturm

Die Kepler Linde, die 1903 gepflanzt wurde - vier Jahre bevor der Kismartoner Football Club gegründet wurde. Da stand die alte Linde, die dann dem Lindenstadion den Namen gab, auch schon über hundert Jahre.

Die Kepler Linde, die 1903 gepflanzt wurde – vier Jahre bevor der Kismartoner Football Club gegründet wurde. Da stand die alte Linde, die dann dem Lindenstadion den Namen gab, auch schon über hundert Jahre.

Ein kleiner Lindwurm versteckt sich. Aber sollte der nicht eigentlich in Klagenfurt sein?

Ein kleiner Lindwurm versteckt sich. Aber sollte der nicht eigentlich in Klagenfurt sein?

Die alte Holztribüne der einst gefürchteten "Gruabn" des SK Sturm.

Die alte Holztribüne der einst gefürchteten „Gruabn“ des SK Sturm.

Hier gab's für den SCE nicht viel zu holen...

Hier gab’s für den SCE nicht viel zu holen…

Ein paar Stunden zuvor ging hier der Grazer SC vor gut 80 Zuschauern gegen den ESK Graz 0:9 unter.

Ein paar Stunden zuvor ging hier der Grazer SC vor gut 80 Zuschauern gegen den ESK Graz 0:9 unter.

Abends: SK Sturm vs. Admira Wacker 1:1

Abends: SK Sturm vs. Admira Wacker 1:1

Sturm 2
Sturm 3

Seit dem letzten Gastspiel des SCE in Graz ist ganz schön viel Wasser die Mur in Richtung Drau geflossen.

Seit dem letzten Gastspiel des SCE in Graz ist ganz schön viel Wasser die Mur in Richtung Drau geflossen.

Anhang:
Natürlich gab es auch nach dem Jahr 1987 Auswärtsspiele burgenländischer Klubs in Graz, denn 1992 schaffte die SV Oberwart den Aufstieg in die 2. Division, wo sie im Grunddurchgang zuerst beim GAK ein 1:1 holte und dann am LUV-Platz gegen den Lehrlingsunterstützungsverein 1:3 verlor!
Im Abstiegs-Play-Off reisten sie 1993 wieder zum LUV Graz und gewannen diesmal 2:1.

1993/94 war das Play-Off-System Geschichte und die 2. Division bestand wieder aus 16 Vereinen. Das einzige Graz-Gastspiel fand zugleich in der ersten Runde statt, und Oberwart war dabei gleich mit 2:0 siegreich!

In der nächsten Saison wurde der GAK Meister der 2. Division und hatte dabei zwei burgenländische Vereine zu Gast im Casino-Stadion: Im Zuge der Frühjahrsmeisterschaft 1995 wurde zunächst die SV Oberwart 2:0 geschlagen und danach bezwangen sie den ASK Klingenbach mit 1:0.

1995/96 hatten Oberwart und Klingenbach aber keinen Grazer Gegner mehr in der 2. Division und stiegen zusammen in die Regionalliga ab.
Danach mag es zwar auch noch Auswärtsspiele in Graz gegeben haben, doch die interessieren nun wirklich niemanden! 🙂

© Gerhard Tinhof / sce1907.wordpress.com

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